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«Wie immer schwingt auch ein bisschen Bedauern mit»
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 20.11.2019.
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Aus finanziellen Gründen Archäologischer Fund fällt Neubau zum Opfer

Auf dem ehemaligen Friedhof in Urnäsch wurden jahrhundertealte Gräber entdeckt. Diese werden nun nicht weiter untersucht.

Die Gemeinde Urnäsch in Appenzell Ausserrhoden plant auf dem ehemaligen Friedhof der reformierten Kirche eine neue Gemeindekanzlei. Aus diesem Grund wurden auf dem Areal Sondiergrabungen durchgeführt. Dabei entdeckten Archäologen zwölf Gräber mit bis zu 600 Jahre alten Skeletten.

Der Ausserrhoder Regierungsrat habe nun entschieden, auf weitere Grabungen zu verzichten, teilt der Kanton mit. Aufgrund der Ergebnisse der Sondiergrabung sei eine Rettungsgrabung aus wissenschaftlicher Sicht zwar angezeigt, solche Untersuchungen seien jedoch mit erheblichen Kosten verbunden. Vor dem Hintergrund weitreichender Sparbemühungen des Kantons sei eine Rettungsgrabung nicht zu verantworten.

Funde werden zerstört

Bei Archäologen führt die Absage der Ausserrhoder Regierung zu Unmut. Grundsätzlich sei der Entscheid zu akzeptieren, sagt Thomas Reitmaier, Präsident des Vereins Archäologie Schweiz: «Wie immer schwingt auch ein bisschen Bedauern mit, da hier archäologisches Kulturgut zerstört wird.»

Wie es in der Mitteilung der Regierung heisst, werden menschliche Überreste, welche bei den Bautätigkeiten gefunden werden, in ein Gemeinschaftsgrab auf dem neuen Friedhof gebracht. Auf Teilen des Bauareals gelten Auflagen, damit Funde geschützt werden können. Die archäologischen Funde und Schichten im Bereich des Neubaus werden jedoch zerstört.

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