Auslandschweizer bekommen Post

Nachdem der Bundesrat das E-Voting-Projekt des Consortiums Vote électronique stoppte, müssen die Ostschweizer Kantone die Wahlunterlagen wieder per Post verschicken.

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Bildlegende: Das E-Voting-System der Ostschweizer Kantone weist Sicherheitsmängel auf. Keystone

Die Ostschweizer Kantone sind gefordert. Für die 600 registrierten Auslandschweizer müssen beispielsweise die drei Glarner Gemeinden die Wahlunterlagen wieder per Post verschicken. «Wir müssen jetzt blitzschnell umstellen, damit die Unterlagen rechtzeitig ankommen», so der Glarner Ratsschreiber Hansjürg Dürst.

Grund dafür ist ein Entscheid des Bundesrates. Das E-Voting des Consortiums Vote électronique sei nicht sicher, dass Stimmgeheimnis werde nicht gewahrt, so der Bundesrat.

Zum Consortiums Vote électronique gehören die Kantone St.Gallen, Thurgau, Zürich, Glarus, Freiburg, Solothurn, Schaffhausen, Graubünden und Aargau.

Im Kanton St.Gallen wird jetzt das weitere Vorgehen geprüft, so Staatssekretär Canisius Braun. Eine Möglichkeit ist, das E-Voting-System neu zu programmieren. Noch sind aber keine Entscheide gefallen.