Männer-Gremium Ausserrhoder Regierungsrat: Keine Frau in Sicht

Mit der Wahl von Dölf Biasotto in die Ausserrhoder Regierung und dem Rücktritt von Marianne Koller ist die Exekutive wieder ein reines Männergremium. Das könnte sich in zwei Jahren theoretisch ändern.

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Bildlegende: Das Ausserrhoder Regierungszimmer: Auf den Stühlen nehmen bald nur noch Männer Platz. SRF / Michael Breu

  • 1994, vier Jahre nach der Einführung des Frauenstimmrechts auf kantonaler Ebene, wurden in Appenzell Ausserrhoden gleich zwei Frauen in den Regierungsrat gewählt: Marianne Kleiner (bis 2004) und Alice Scherrer (bis 2006). Mit dem Rücktritt von Marianne Koller – sie wurde 2005 in die Regierung gewählt – ist die Ausserrhoder Exekutive wieder in Männerhand.
  • In zwei Jahren könnte sich dies ändern. Matthias Weishaupt (SP) und Köbi Frei (SVP) müssen wegen der Amtszeitbeschränkung zurücktreten.
  • Die beiden Parteien SP und SVP haben im Moment aber keine Frauen, die gezielt aufgebaut werden. «Die ausgewogene Geschlechterverteilung ist sicher ein Thema. Aber am Schluss geht es darum, die besten Leute in der Regierung zu haben», sagt SP-Präsident Yves Noel Baumer. Und SVP-Präsident Anick Volger ergänzt: «Die Wahlen vom Sonntag zeigen, dass eine Frau in der Regierung per se nicht gewünscht ist.»