Ausserrhoder Tourimusorganisation kränkelt

Bei Appenzellerland Tourismus scheint der Wurm drin zu sein. Seit der Gründung der Organisation vor vier Jahren kämpft sie mit verschiedenen Problemen. Ausserrhoder Kantonsräte haben langsam genug.

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Bildlegende: Die beiden Tourismusorganisationen von Appenzell Ausserrhoden und -Innerrhoden gehen gemeinsame Wege. Keystone

Die Situation im Ausserrhoder Tourismus ist nicht einfach. Das Hinterland ist eher Richtung Appenzell Innerrhoden orientiert, das Vorderland Richtung Bodensee. Die verschiedenen Interessen, die unklaren Strukturen der jungen Organisation und nun der Abgang des Geschäftsführers nach nur einem Jahr belastet Appenzellerland Tourimus.

In der FDP-Fraktion sei das Informations-Bedürfnis gross, sagt Fraktionschefin Annette Joos. Antworten hätte allerdings auch die zuständige Regierungsrätin Marianne Koller nicht liefern können.

«  Ich denke, dass die Kantonsräte einfach nicht genau wissen, was wir machen. »

Regina Dörig
Verwaltungsratspräsidentin Appenzellerland Tourismus

Die Verwaltungsratspräsidentin von Appenzellerland Tourismus, Regina Dörig, verteidigt sich. Man informiere die Kantonsrätinnen und Kantonsräte umfassend. Das Interesse sei meist aber klein. «Ich sehe nur sehr wenige an unserer Generalversammlung», sagt sie in der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF.

Kanton soll weniger bezahlen

Für SVP-Präsident und Kantonsrat Edgar Bischof ist das Fass voll. Die Organisation können keinen Erfolg nachweisen. Beim Entlastungspaket des Kantons wolle er darum die Tourismusausgaben ganz genau unter die Lupe nehmen.

Heute zahlt der Kanton eine knappe Million Franken pro Jahr an Appenzellerland Tourismus. Mit dem Sparpaket plant die Regierung eine Kürzung um 50'000 Franken. Ob es dabei bleibt, diskutiert der Kantonsrat im November.