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Legende: Audio Redaktor Patrik Kobler: «Sollte das so bleiben, darf man von einem Debakel sprechen.» abspielen. Laufzeit 04:01 Minuten.
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 06.08.2019.
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Ausserrhoder Wahlkampf Die Zeit wird knapp, noch kann die FDP aber hoffen

Rund drei Monate vor den eidgenössischen Wahlen teilt die FDP Appenzell Ausserrhoden mit, dass ihre Wunschkandidatin Daniela Merz aus gesundheitlichen Gründen nicht kandidieren wird. Einen Ersatz kann die grösste Partei des Kantons nicht präsentieren.

Dabei könnte gerade jetzt eine Kandidatur für Ersatzleute reizvoll sein, da der- oder diejenige wohl mit offenen Armen empfangen werden würde. Die Favoritin der Freisinnigen, Kantonsratspräsidentin Katrin Alder, steht nicht zur Verfügung. Sie hat der Partei eine Absage erteilt. Eine andere Favoritin, Jennifer Abderhalden von der Frauenzentrale, sagt auf Anfrage, dass sie sich ein politisches Amt zwar vorstellen könnte, eine Kandidatur für die Wahlen im Herbst sei ihr aber zu kurzfristig.

Valable Kandidatinnen oder Kandidaten wären aber auch in der Parteileitung der Ausserrhoder FDP zu finden; beispielsweise Monika Bodenmann, Marcel Walker oder Patrick Kessler. Aber auch eine erneute Kandidatur von Markus Bänziger, neuer Direktor der Industrie- und Handelskammer St. Gallen-Appenzell, wäre durchaus denkbar.

Die Zeit drängt

Die Absage der möglichen FDP-Kandidatin Daniela Merz versetzt in Appenzell Ausserrhoden auch die anderen Parteien in Unruhe. Die SP beispielsweise wollte die Kandidatur der FDP unterstützen, um zu verhindern, dass David Zuberbühler von der SVP vier weitere Jahre von Herisau nach Bern fährt.

Die Sozialdemokraten überlegen sich nun, selbst einen Kandidaten oder eine Kandidatin zu stellen. Denkbar wäre, dass der Präsident Jens Weber nochmals gegen Zuberbühler antritt. Bei den Wahlen vor vier Jahren scheiterte er bei diesem Unterfangen, erzielte aber ein gutes Resultat. Möglich wäre auch eine Kandidatur von Kantonsrätin Fabienne Duelli oder vielleicht sogar ein Comeback von alt Regierungsrat Matthias Weishaupt.

Ruhig war es bisher um die Parteiunabhängigen, welche in Appenzell Ausserrhoden traditionell eine wichtige Rolle spielen. Gut möglich, dass sich dort noch eine Kandidatin oder ein Kandidat meldet.

Bei der FDP gilt es ein Debakel zu vermeiden

Vorerst bleiben die Augen aber auf die FDP gerichtet. Diese hat nun noch zehn Tage Zeit, einen Ersatz für Daniela Merz zu finden. Dass diese aus gesundheitlichen Gründen ausfällt, kann sicher auch als Pech bezeichnet werden. Dass die Partei keinen Ersatz-Kandidaten in der Hinterhand hatte, wirft jedoch Fragen auf.

Die Partei wird nun wohl alles daransetzen, doch noch einen Kandidaten oder eine Kandidatin zu finden. Sollte das nicht gelingen, darf man von einem Debakel sprechen.

Patrik Kobler

Patrik Kobler

Redaktor, SRF

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Patrik Kobler arbeitet als Redaktor für das Regionaljournal Ostschweiz von Radio SRF und beobachtet seit Jahren das politische Geschehen in Appenzell Ausserrhoden.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Stäbler  (Stab)
    Dass, wenn beim Ausfall einer Kandidatin oder eines Kandidaten bei einer Partei von der Grösse einer FDP kein Plan B zur Verfügung steht ist dilettantisch. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass bei einer solchen Partei es an guten Köpfen mangelt. Jetzt ist einfach jemand gefragt der die Verantwortung übernimmt. Sonst darf eine Partei im Nachhinein auch nicht jammern wenn an ihr vorbei politisiert wird.
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  • Kommentar von Albert Planta  (Plal)
    Warum bilden sie neben dem Logo der FDP eine in der BRD hergestellte Uhr ab?
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