Autobahnanschluss Rorschach sorgt für Wirbel

Die St. Galler Regierung informierte am Montagabend über einen neuen Autobahnanschluss an die A1 bei Rorschach. Verschiedene Vorschläge seien geprüft worden, ein Anschluss bei Witen sei jedoch die beste Lösung. Gegner befürchten dadurch mehr Probleme.

Willi Haag, Baudirektor des Kantons St. Gallen, hat das neue Projekt für einen Autobahnzubringer in Rorschach der Bevölkerung vorgestellt. Zusammen mit den Gemeindepräsidenten von Goldach, Rorschach und Rorschacherberg.

Gegenüber dem Regionaljournal bezeichnete Haag den neuen Anschluss als die beste Lösung. Ein eigener Autobahnanschluss würde Goldach deutlich vom Durchgangsverkehr entlasten und auch in Rorschach für weniger Verkehr im Zentrum sorgen.

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Anschluss Witen

Projektplan: Flugaufnahme Rorschach mit geplanter neuer Strassenführung

zvg

Die Variante Witen führt in Rorschach durch Industriegebiet. Geplant ist eine neue Strasse, im Plan rot gekennzeichnet, mit einem Tunnel.

«Alleine mit einem Ausbau im Öffentlichen Verkehr können wir die Zentren von Rorschach und Goldach nicht entlasten. Deshalb haben wir ein Gesamtkonzept erarbeitet, welches übergreifend Verbesserungen bringen soll», sagt Haag weiter.

100 Millionen und mehr

Der Autobahnanschluss alleine würde rund 100 Millionen Franken kosten, welche Bund, Kanton und Gemeinden finanzieren müssten. Darin sind jedoch die Kosten für flankierende Massnahmen, welche vor allem zu Lasten der Gemeinden entstehen, und den Verkehr durch die Zentren unattraktiv machen sollen, nicht einberechnet.

Gegner des Autobahnanschlusses haben sich bereits vor der Informationsveranstaltung formiert. Dieser löse das Problem nicht, sondern fördere den Individualverkehr zusätzlich, sagte Vorstandsmitglied Felix Gemperle nach der Informationsveranstaltung.

Besser den Verkehr beruhigen

«Mit zusätzlichen Massnahmen im neuen Gesamtkonzept könnte man schon vieles erreichen», so Gemperle weiter. Neue Strassen verursachten nur neue Engpässe und neue Probleme.