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Kulturgut soll reaktiviert werden
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 17.12.2019.
abspielen. Laufzeit 02:19 Minuten.
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Bahnprojekt und Adrenalinkick In Bad Ragaz wird Spektakuläres geplant

Die Standseilbahn von Bad Ragaz auf den Wartenstein soll reaktiviert werden – und zwar als Touristenattraktion.

Der Wartenstein ist ein steiler Felskopf oberhalb von Bad Ragaz. Er erinnert fast ein wenig an den Bürgenstock am Vierwaldstättersee. Bloss ist er weniger berühmt und weniger von Touristen besucht.

1964 hat Standseilbahn Betrieb eingestellt

Früher war der Wartenstein aber eine Touristenattraktion – und zwar für die Badegäste von Bad Ragaz. Von 1892 bis 1964 führte eine 800 Meter lange Standseilbahn hinauf auf den Felsen. Weil nach dem Krieg das Auto immer beliebter wurde und der Bahnbetrieb immer mehr Verlust machte, wurde dann aber der Betrieb eingestellt, die Schienen abgebrochen und die Wagen verkauft.

Die alte Talstation.
Legende: Die Talstation steht immer noch. Sie befindet sich hinter dem Grand Ressort Bad Ragaz. Wikipedia/Schofför

Erhalten geblieben ist bis heute das Trassee. Leute aus der Region wollen dieses nun reaktivieren und wieder eine Standseilbahn bauen. Sie haben bereits einen Förderverein gegründet und eine Machbarkeitsstudie erstellt. Was noch fehlt, ist das Geld.

Die Suche nach Geldgebern läuft

Knapp 10 Millionen Franken werden für das gesamte Projekt benötigt. Die Suche läuft. Man sei aber noch ganz am Anfang, sagt Thomas Bollhalder, einer der Initianten. Bis gebaut werden kann, dauert es noch eine Weile. Die Eröffnung der Bahn ist im Frühling 2022 geplant.

Die Standseilbahn soll nicht die einzige neue Touristenattraktion bleiben. Weil die Bahnfahrt alleine auf die Dauer reiche und von der Attraktivität her nicht nachhaltig sei, wollen die Initianten auch die spektakuläre Landschaft nutzen.

Wandern am Abhang

Die geplante Bergstation liegt nämlich beim Hotel Schloss Wartenstein. Dieses liegt direkt am Abhang. Und diesem Abhang entlang soll es einen Fussgängersteg geben, einen sogenannten Skywalk. Weil dieser Steg den Blick nach unten garantieren soll – zum Beispiel dank durchsichtigem Glas – ist Nervenkitzel garantiert.

Tourismus-Experten setzen Fragezeichen hinter Projekt

Zwei Tourismus-Experten treten bezüglich dem geplanten Projekt etwas auf die Euphorie-Bremse. Grundsätzlich töne das Geplante gut und attraktiv, sagt der Tourismus-Professor Christian Lässer von der Universität St. Gallen: «Ich habe allerdings meine Zweifel, dass alleine durch die Transporteinnahmen die Vollkosten der Bahn gedeckt werden können.» Gemäss Lässer ist es darum wichtig, dass die Nutzung der Bahn und des Skywalks gebündelt wird.

Ähnlich sieht das der Leiter des Instituts für Tourismus und Freizeit der Fachhochschule Graubünden, Andreas Deuber. Auch er erachtet die Finanzierung als grösste Herausforderung. «Meiner Meinung nach übersteigen die Chancen des Projekts jedoch die Risiken», so Deuber.

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