Basejumping-Weltcup in Walenstadt: Politiker sind skeptisch

Ende September soll in Walenstadt erstmals ein Weltcup-Rennen der Basejumper stattfinden. Die Umweltverbände wehren sich dagegen. Kantonspolitiker haben Vorbehalte, wollen den Entscheid aber der Gemeinde und dem Kanton überlassen.

Ein Basejumper in rotem Anzug steht am Berg bereit zum Sprung. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Trotz Kritik am Anlass: Die Politiker wollen sich nicht aktiv gegen den Basejump-Weltcup wehren. Keystone

Die Gemeinde Walenstadt hat die Bewilligung bereits erteilt. Der Kanton will erst Stellungnahmen einholen, bevor er grünes Licht gibt. Die Umweltverbände WWF und Pro Natura wehren sich gegen den Event. Er rechne mit rund 400 Flügen, sagt der Geschäftsführer von Pro Natura, Christian Meienberger, gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF1.

Diese führen über Gebiet, wo Wildtiere leben, so Meienberger. Zudem gebe es viel Verkehr zwischen Walenstadt und Wildhaus. Falls der Kanton trotzdem eine Bewilligung erteilt, werde Pro Natura nicht rekurrieren. Das Thema brenne nicht sehr stark unter den Nägeln.

Hochrisikosport

Vorbehalte hat auch der FDP-Kantonsrat und Gemeindepräsident von Bad Ragaz, Daniel Bühler. Es müsse allen bewusst sein, dass sich bei einer solchen Sportart niemals alle Risiken ausschliessen lassen, so Bühler. Er gehe aber davon aus, dass Massnahmen getroffen wurden, um die Risiken zu minieren. Ähnlich äussern sich auch andere Kantonsräte.

Nicht grundsätzlich gegen den Event ist CVP-Kantonsrat Thomas Warzinak. Er glaubt, das Rennen könne gar präventive Wirkung haben: Der Absprungsort sei bekannt. Der Anlass sei eine Chance zu zeigen, dass ein Absprung nur für erfahrene Basejumper möglich ist. Den Weltcup werde er trotzdem nicht mitverfolgen: Er wolle die Sportart nicht durch seine Anwesenheit unterstützen.

Trotz Vorbehalten: Die Kantonsräte wollen nicht aktiv werden, um das Rennen zu verhindern. Die Gemeinde Walenstadt hat für das Rennen bereits grünes Licht gegeben. Der Kanton St. Gallen will bis Mitte August über eine Bewilligung entscheiden.