BDP Thurgau mit falschen Hoffnungen

Die BDP habe gute Chancen, im Thurgau einen Nationalratssitz zu holen. Das sagt Parteipräsident Martin Landolt. Die Zahlen sagen allerdings etwas anderes.

Eine Stimmkarte mit dem BDP-Logo. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die BDP gibt sich kämpferisch. Keystone

In einem Interview mit der «Sonntagszeitung» zeigt sich Martin Landolt zuversichtlich: Im Thurgau habe die Partei gute Chancen, einen Nationalratssitz zu ergattern.

Die Thurgauer BDP befindet sich mit den Mitteparteien FDP, CVP, GLP und EVP in einer Listenverbindung. Diese Verbindung wird ziemlich sicher zwei Sitze holen. Die CVP kann ihren Sitz verteidigen, die FDP ihren Sitz von der GLP zurückgewinnen.

Möglicherweise gewinnen die Mitteparteien einen dritten Sitz. Nimmt man die Zahlen der eidgenössischen Wahlen 2011, ist allerdings mehr als fraglich, ob dieser Sitz an die BDP gehen könnte. Die Partei müsste gegenüber CVP, FDP und GLP aufholen. Das jüngste Wahlbarometer der SRG zeigt jedoch ein anderes Bild: Wäre im Juni gewählt worden, hätte die BDP gesamtschweizerisch ein Prozent verloren.

Die BDP Thurgau zeigt sich trotzdem zuversichtlich. Die Stimmenverhältnisse bei den Mitteparteien können sich ändern. Dann sei vieles möglich, sagt etwa der BDP-Wahlkampfleiter Martin Huber.