Beratungsstelle im Appenzellerland wird wieder eingeführt

Ende April hatte der Kirchenrat der evangelisch-reformierten Landeskirche beider Appenzell die Schliessung der Beratungsstelle verkündet. Im Nachhinein hätte die Schliessung von Vertretern der Kirchenmitglieder abgesegnet werden sollen. Diese lehnten den Antrag jedoch ab.

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Bildlegende: Noch findet man die Beratungsstelle online, Ende Monat schliesst sie jedoch vorübergehend ihre Tore. SRF

Die Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen (BEFL) wird trotzdem Ende Juni geschlossen. Die gemieteten Räume wurden bereits gekündigt. Die Vertreter hätten die Schliessung des BEFL durch den Kirchenrat absegnen sollen. Die Stimmberechtigten lehnten den Antrag jedoch ab und brachten einen neuen Antrag ein. Dieser beauftragt den Kirchenrat, die Beratungsstelle wieder einzuführen. Der Kirchenrat wird nun in den nächsten Tagen nach einer Lösung suchen.

Nachdem der Kirchenrat Ende April seinen Entscheid bekannt gab, wurde er von verschiedenen Seiten kritisiert. Die Beratungsstelle sei gut ausgelastet gewesen und es hätten sich in den letzten Jahren vermehrt Personen an die Beratungsstelle gewendet, hiess es in den Begründungen.

Der Kirchenrat schliesst die Beratungsstelle und möchte ein neues Angebot schaffen. Dieses soll dann weniger eine allgemeine Anlaufstelle sein, sie soll einen engeren kirchlichen Rahmen haben. Zur Zeit arbeitet die Beratungsstelle als konfessionell unabhängig.