Aquakultur im Bodensee Berufsfischer wollen keine Fische züchten

Die Regierung von Baden-Württemberg beauftragte die Fischereiforschungsstelle in Langenargen, Felchenzuchten im Bodensee zu prüfen. Derartige Aquakulturen sind demnach umsetzbar. Die Berufsfischer haben an ihrer internationalen Versammlung in Friedrichshafen aber ein deutliches Signal gesendet.

Ein Berufsfischer Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ein Berufsfischer unterwegs auf dem Bodensee. SRF

Die Mehrheit der Berufsfischer um den Bodensee will keine Felchenzuchten. Das hat eine Umfrage gezeigt, wie die Thurgauer Zeitung berichtet.

Die Gründe der Berufsfischer
(gemäss Gallus Baumgartner, Vizepräsident des Internationalen Bodensee-Fischereiverbandes)

  • Die Investitionen wären zu hoch. Ein Berufsfischer könne nicht so viel Geld investieren (gemäss Forschungsprojekt 1,5 Millionen Euro).
  • Die Fischer befürchten den Einsatz von Chemikalien und Antibiotika.
  • Die Netzkäfige könnten den Netzen der Berufsfischer in die Quere kommen.

Kein konkretes Projekt

Die Fischereiforschungsstelle in Langenargen hat lediglich die Grundlagen erarbeitet. Ein konkretes Projekt ist bislang nicht angedacht. Würde ein Investor die Idee weiterverfolgen, müssten noch viele Fragen geklärt werden, heisst es beim Kanton St. Gallen auf Anfrage.