«Beschneien ist teuer, nicht beschneien sehr teuer»

Über Weihnachten und Neujahr Skifahren zu gehen, ist keine Selbstverständlichkeit. «Noch vor 20, 30 Jahren ging man Skifahren, wenn es gerade Naturschnee hatte», beschreibt Walter Tobler, Leiter Technik der Wildhaus AG, die Bedürfnisse. Heute habe man als Skigebiet einfach Schnee zu haben.

Drei Skifahrer im Nebel einer Schneekanone Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Skigebiete wollen mit der Beschneiung unter anderem die Qualität der Pisten sicherstellen. Keystone

Ohne Kunstschnee würden die Gäste nicht kommen und in andere Skigebiete ausweichen, ist Walter Tobler überzeugt. Sein Spruch deshalb zum Kunstschnee: «Beschneien ist teuer, nicht beschneien sehr teuer.»

In Wildhaus werden rund 40 Prozent der Pisten künstlich beschneit. Wie teuer das ist, kann Walter Tobler aber nicht genau sagen. Ein Kubikmeter Kunstschnee koste circa 1,50 Franken und in einem Durchschnittsjahr macht das Team in Wildhaus etwas 170'000 Kubikmeter Schnee. Die Differenzen zwischen den Jahren seien aber riesig.

Genauer wissen es die grösseren Skigebiete. In Arosa-Lenzerheide werden rund 60 Prozent der Pisten beschneit und ein Tag Beschneiung kostet 30'000 Franken. Für Walter Tschanz, den Leiter Pisten/Rettung der Arosa Bergbahnen, ist aber klar, dass sich das lohnt, denn: «Ohne Beschneiung hätten wir heute keinen Meter Piste offen. Wir hatten noch keinen Schneefall. Ohne Beschneiungsanlage könnten wir deshalb gar nicht mehr existieren.»