Beschwerde gegen Ausbau des Schabellgrates bei Elm

Die Pläne für eine Aussichtsplattform und einen Panoramaweg für das UNESCO-Welterbe Tektonikarena Sardona stossen weiterhin auf Widerstand. Kanton und Gemeinde haben diese Mitte November bewilligt - die Umweltverbände legen nun eine Beschwerde ein.

Hauptüberschiebung der Tektonikarena Sardonia, verschiedene Bergzacken Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Blick auf die Hauptüberschiebung von der Elmer Seite. SRF

Für die Umweltverbände Pro Natura Glarus, Stiftung Landschaftsschutz Schweiz und Mountain Wilderness Schweiz verstösst das Projekt gegen wichtige nationale und kantonale gesetzliche Grundlagen im Bereich der Raumplanung , des Natur- und Landschaftsschutzes.

Besonders die Aussichtsplattform auf dem 2126 Meter hohen Gipfel des Schabell sowie die 45 Meter lange Hängebrücke sind nach Einschätzung der Umweltverbände nicht gesetzeskonform.

«Wir haben Verständnis, dass Elm sich touristisch weiterentwickeln möchte. Dieses Projekt ist aber zu wenig durchdacht. Es müssen neue Alternativen her», sagt Anita Wyss, Projektleiterin Stiftung Landschaftsschutz Schweiz gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF1.

Damit doppeln die Umweltverbände nach. Bereits im Herbst hatten sie eine Einsprache eingereicht, welche jedoch abgewiesen wurde. Kanton und Gemeinde bewilligten das Projekt. Christoph Schneider, Projektleiter von Elm Tourismus, hofft nun darauf, dass auch der Regierungsrat gleich entscheiden und die Beschwerde abweisen wird.