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Betende Politiker Festhalten am «Vater unser» im Kantonsrat

Im Kantonsrat von Appenzell Ausserrhoden in Herisau wird auch in Zukunft zu Beginn von jeder Sitzung ein christliches Gebet (siehe Textbox) sowie das «Vater unser» gebetet. Eine Mehrheit der Kantonsrätinnen und Kantonsräte (34 zu 27 Stimmen) hat sich dafür ausgesprochen. Dies im Rahmen der zweiten Lesung der Revision des Kantonsratsgesetzes sowie der Geschäftsordnung des Kantonsrates.

Einige Parlamentsmitglieder wollten das Gebet aus der Geschäftsordnung streichen. Es sei nicht mehr zeitgemäss und man müsse die Religionsfreiheit jedes einzelnen Ratmitglieds respektieren, argumentierten die Gebets-Gegner. Der Vorschlag eines stillen Gebets, das jeder für sich persönlich machen könne, wurde bereits bei der ersten Lesung abgelehnt. Schon damals sorgte das Gebet für eine kontroverse Diskussion.

Das Gebet, wie es zurzeit im Ausserrhoder Kantonsrat gebetet wird, gibt es seit 1976. Eine ältere Version geht auf 1858 zurück.

Das wird im Ausserrhoder Kantonsrat gebetet

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Das Gebet im Wortlaut:

«Allmächtiger Vater, wir bitten um Deinen Beistand. Gib Du, dass wir stets den rechten Rat zum Wohle aller finden. Lass uns reich sein an Einsicht und Erkenntnis zu der Aufgabe, die uns übertragen ist, und belebe Du uns, dass wir alle treu und wahr zu dem stimmen, wozu das Gewissen uns mahnt.

Zerstreue jeden Wahn, der uns täuschen, und jede Bedenklichkeit, die uns einschüchtern möchte.

Mehre in uns den rechten Eifer für unser Vaterland. Wappne uns, dass wir daheim und wo das Amt uns in die Ratssäle des Landes führt, Deine tätigen Werkzeuge seien – für Recht und gute Sitte.

Segne das ganze Volk, dass es Dir diene. Segne es durch Eintracht und Gerechtigkeit. Segne es durch Deinen Sohn, unseren Herrn, in dessen Namen wir bitten:

Unser Vater im Himmel, geheiligt werde Dein Name...»

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