Biorender erhält vorerst kein Geld von Winterthur

Der Winterthurer Gemeinderat hat entschieden, vorläufig nicht über zwei Darlehen von insgesamt 1,5 Millionen Franken an die Thurgauer Firma Biorender zu beraten.

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Bildlegende: In der Biorender bei Münchwilen wird aus Schlachtabfällen Biogas produziert. Keystone

Der Gemeinderat begründet seinen Entscheid damit, dass er zu wenig Zeit gehabt habe, die Geschäfte über die beiden Darlehen im Vorfeld genau zu prüfen. Zudem verlangt er weitere Informationen. Unter anderem ein Gutachten der Empa zur CO2-Bilanz und zu den betriebswirtschaftlichen Aussichten.

Die Firma Biorender betreibt seit Februar 2011 in Münchwilen eine Anlage, die aus Fleischabfall Gas machen soll. Die Anlage produziert bislang jedoch nicht die erwartete Gasmenge. Biorender ist deswegen in den vergangenen Monaten in die Kritik geraten. Die Städte Winterthur, Wil und St. Gallen sind finanziell an der Biogasfirma beteiligt.

Nachdem der Winterthurer Gemeinderat die Beratung über die beiden Darlehen in Höhe von insgesamt 1,5 Millionen Franken verschoben hat, gerät Biorender in einen Liquiditätsengpass. Zudem muss das Unternehmen geplante Investitionen aufschieben.

Auf Anfrage heisst es bei den beteiligten Städten, dass sie weiterhin an ihrem Fahrplan festhalten und Biorender zumindest bis Ende Jahr unterstützen.