Braunwald soll «noch autofreier» werden

Braunwald vermarktet sich selbst als autofreie Ferienregion. Die Glarner BDP kritisiert aber, dass der Motorenlärm in letzter Zeit massiv zugenommen habe. Das Problem seien Dieselfahrzeuge. Nun muss sich die Regierung um das autofreie Braunwald kümmern.

Eine Kutsche unterwegs in Braunwald, dahinter ein Auto. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Braunwald vermarktet sich selbst als autofreie Ferienregion. Keystone

Theoretisch gilt in Braunwald ein Fahrverbot für Autos – allerdings gibt es Ausnahmen. So dürfen beispielsweise Handwerker in Ausnahmefällen mit dem Auto zu den Häusern fahren. Auch die Bauern haben eine Bewilligung, um mit ihren landwirtschaftlichen Fahrzeugen im Dorf unterwegs zu sein.

Die Glarner BDP stört sich vor allem an den lauten Dieselfahrzeugen. Darum hat die BDP mit einem Vorstoss im Landrat reagiert. In diesem heisst es, dass «die Belastung der Bevölkerung und der Gäste durch Emissionen und Motorenlärm zugenommen haben».

Regierung soll ein Konzept vorlegen

Die BDP fordert die Regierung auf, ein Konzept vorzulegen, wie man den Motorenlärm in Braunwald reduzieren könnte. Beispielsweise soll der Kanton die Braunwalderinnen und Braunwalder finanziell unterstützen, wenn sie ein Elektroauto kaufen wollen. Diese seien in der Anschaffung viel teurer als herkömmliche Autos.

Die Glarner Regierung habe Kenntnis von den kritischen Stimmen zu Braunwald, sagt Ratsschreiber Hansjörg Dürst. Er wolle der regierungsrätlichen Antwort nicht vorgreifen. Man werde die Situation in Braunwald aber sicher analysieren. Und: Der Kanton unterstütze die Käufer von Elektromobilen schon jetzt. Die Besitzer müssen in der Anfangszeit keine Motorfahrzeugsteuer bezahlen.