Braunwalder fordern Gratis-Bahn

Ein Gruppe Braunwalder haben bei der Glarner Regierung einen Antrag gestellt: die Standseilbahn soll für alle kostenlos sein. Die Bahnstrecke sei als Kantonsstrasse zu erklären damit dafür Bundesgelder fliessen. Schliesslich sei die Bahn für Braunwald die Strasse zur Welt.

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Bildlegende: Die Braunwald Standseilbahn fährt eine Steigung von 64 Prozent hinauf. SRF

In sieben Minuten fährt die Standseilbahn von Linthal nach Braunwald. 600 Höhenmeter legt sie dabei zurück. Dies ist der einzige Weg um nach Braunwald zu gelangen. In das kleine Dorf mit gut 300 Bewohner und Bewohnerinnen führt sonst keine Strasse.

14 Franken kostet ein Billett für die Reisenden. Zu viel findet eine Gruppe von Braunwaldern. Sie fordern vom Kanton Glarus, dass dieser die Bahnstrecke zur Kantonsstrasse erklärt. So erhielte der Kanton Gelder vom Bund und man könnte so ein Teil damit finanzieren. Ziel sei es, die Bahn für alle kostenlos anbieten zu können.

Die Meinungen im Dorf gehen auseinander. Einige sind dafür, dass die Bahn für die Einheimischen und diejenigen kostenlos ist, die in Braunwald arbeiten. Andere unterstützen die Idee und hoffen, dass dann mehr Touristen den Weg in die «Sonnenterrasse vom Glarnerland» - wie sich Braunwald selbst nennt - finden.

Regierung dagegen

Die Glarner Regierung lehnt den Antrag ab und auch die vorberatende Komission des Parlaments hält wenig von der Idee einer Gratis-Bahn. Mobilität kostet, lautet das Argument. Zudem bezahlten die Braunwalder lediglich die Hälfte für ein Jahresabo, die müsse ausreichen, sagt Emil Küng, Präsident der vorberatenden Kommission.

Daneben erlaube die Finanzlage des Kantons eine solche Finanziering nicht. Deshalb empfiehlt die Regierung und die Kommission dem Landrat den Antrag abzulehnen. Dieser entscheidet am Mittwoch.