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Martin Osterwalder: «Für 50 bis 60 Franken eine Reichweite bis 650 Kilometer.»
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 16.10.2019.
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Brennstoffzelle statt Batterie Ostschweizer Wasserstoff für die Strasse

In der Ostschweiz sind drei Wasserstofftankstellen geplant. In St. Gallen soll zudem eine Produktionsanlage entstehen.

Damit die Mobilität grüner wird, ist der Wandel von Benzin- und Dieselfahrzeugen im motorisierten Strassenverkehr hin zu Fahrzeugen mit umweltfreundlicherem Antrieb in vollem Gang. Neben Elektrofahrzeugen mit Batterie spielen dabei auch Wasserstofffahrzeuge mit Brennstoffzellen eine Rolle. In den Brennstoffzellen wird Wasserstoff zu Strom.

Dies hat die Autoindustrie erkannt. Hyundai beispielsweise entwickelt eigens eine Kraftfahrzeugflotte für die Schweiz. Bis 2025 sollen 1600 Lastwagen auf Schweizer Strassen unterwegs sein, die mit Wasserstoff betrieben werden. Auch der Verkauf von wasserstoffbetriebenen Privatfahrzeugen nimmt zu.

Flächendeckendes Tankstellennetz nötig

Damit die Wasserstoff-Fahrzeuge in der Schweiz unterwegs sein können, braucht es ein flächendeckendes Tankstellennetz. Heute gibt es in der Schweiz zwei Wasserstofftankstellen. Acht weitere sind in Planung, drei davon in der Ostschweiz.

Im Moment ist eine Wasserstofftankstelle noch nicht lukrativ. Wir glauben aber daran, dass Wasserstoff in Zukunft eine wichtige Rolle spielen wird
Autor: Martin OsterwalderVerwaltungsrat Firma Osterwalder

Hinter dem Ostschweizer Projekt steht die Firma Osterwalder, die mit Brenn- und Treibstoffen handelt. Sie plant in St. Gallen, Chur und Frauenfeld Tankstellen. Die Tankstelle in St. Gallen soll bereits im nächsten Frühling eröffnet werden.

Martin Osterwalder, Projektverantwortlicher, sagt: «Im Moment ist eine Wasserstofftankstelle noch nicht lukrativ. Wir glauben aber daran, dass Wasserstoff in Zukunft eine wichtige Rolle spielen wird».

Produktionsanlage geplant

Osterwalder geht aber noch einen Schritt weiter. Zusammen mit der St. Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke AG SAK will das Unternehmen Wasserstoff produzieren und Tankstellen beliefern. Geplant ist eine Produktionsanlage im Westen der Stadt St. Gallen - eine Millioneninvestition. Das Baugesuch soll in Kürze eingereicht werden. Im Frühling 2020 sollen die Bauarbeiten starten.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Albert Planta  (Plal)
    Was für Vorteile haben solche Fahrzeuge gegenüber mit Batterien betriebenen Fahrzeugen? Für die Herstellung von Wasserstoff braucht es bekanntlich viel Elektrizität.
    1. Antwort von M Ostivaldo  (Ostivaldo)
      Das Wasserstofffahrzeug hat vor allem folgende Vorteile:

      - schnelle Betankungszeit (4-5 min)
      - Reichweite (650 km)
      - Gewicht (6kg H2 gegenüber 800kg Batterie)
      - Sektorenkoppelung (Entkoppeln von Stromproduktion und Verbrauch via Elektrolyse; Power to Gas)
    2. Antwort von Willi Meier  (wm)
      Weitere Vorteile gegenüber Elektrizität sind, dass man Wasserstoff relativ einfach lagern und transportieren kann. Demzufolge kann man ihn z.B. dort erstellen, wo der Wind bläst oder die Sonne scheint, und ihn dorthin transportieren, wo er gebraucht wird. Das ist bei Strom bekanntlich ein grösseres Problem.
  • Kommentar von S. Rüegsegger  (SeRu)
    Endlich wird Wasserstoff und der Bennstoffzellen-Antrieb zum Thema! Statt immer nur über die Klimaerwärmung zu streiten, sollten dringendst Lösungen auf den Tisch.