Bühler-Mitarbeiter müssen länger ran

Der Uzwiler Technologiekonzern Bühler lässt seine Mitarbeiter ab Mitte Monat 45 Stunden in der Woche arbeiten. Ziel sei es, die Wettbewerbsfähgikeit unter den verschlechterten Rahmenbedingungen zu sichern. Im Gegenzug verspricht Bühler, während sieben Monaten keine Kündigungen auszusprechen.

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Mehr Arbeit, gleicher Lohn

2:47 min, aus Schweiz aktuell vom 6.2.2015

Bühler nutze die Möglichkeiten des Gesamtarbeitsvertrags und habe sich mit den Mitarbeitern über die Massnahmen geeinigt, schreibt die Firma in einer Mitteilung. Die Wochenarbeitszeit wird per 16. Februar von 40 auf 45 Stunden erhöht. Zudem werden keine neuen Mitarbeiter mehr angestellt.

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Firma Bühler

Mit Mühlen von Bühler werden rund 65 Prozent des weltweit geernteten Weizens zu Mehl verarbeitet. Bühler bietet zudem Druckguss-, Nassmahl- und Beschichtungs-Technologien an mit den Schwerpunkten Automobil, Optik, Elektronik, Druck, Verpackung und Glas.

Diese Massnahmen gelten für die nächsten sieben Monate. Während der gleichen Zeit garantiert die Firma ihren Mitarbeitern, dass sie keine Kündigungen aus wirtschaftlichen Gründen ausspricht.

Hoffen auf Euro-Kurs

Falls der Eurokurs wieder über 1,08 Franken steigen sollte und während dreier Wochen über dieser Marke bleibe, werde die Arbeitszeit wieder auf 42,5 Wochenstunden reduziert, erklärte Personalchef Christoph Oswald gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Bleibe der Kurs während dreier Wochen über 1,15 Franken werde die Massnahme ganz aufgehoben.

Von den Massnahmen sind sämtliche Mitarbeiter in der Schweiz betroffen. Laut Personalchef Christoph Oswald sind das rund 2500 Angestellte. Dazu kommen 42 Lehrlinge, deren Arbeitszeit auf 42,5 Stunden erhöht wird.

Fakten zu Bühler

Umsatz 2013
2,3 Milliarden Franken (rund 1/4 in der Schweiz)
Standorte weltweit
140
Mitarbeiter weltweit
über 10'000
Mitarbeiter Schweiz
ca. 2500
Personalkosten Schweiz
360 Millionen Franken