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Insekten als Nahrungsmittel Bühler setzt auf Insekten

Legende: Audio Andreas Baumann: «Wie auf einer Hühnerfarm» (29.08.2017) abspielen. Laufzeit 09:18 Minuten.
09:18 min, aus Regi Ostschweiz vom 29.08.2017.

Das wichtigste in Kürze:

  • Insekten liefern hochwertiges Protein und sind deshalb interessant für die Nahrungsmittelindustrie - vor allem bei Nahrungsmitteln für Tiere
  • Die Firma Bühler entwickelt Anlagen, um aus Insekten Nahrungsmittel für Tiere herzustellen
  • Die ersten Maschinen sollen Ende 2018 auf dem Markt kommen

Bis zum Jahr 2050 werden neun Milliarden Menschen auf der Erde leben. Um sie alle nachhaltig zu ernähren, werden zusätzlich 250 Millionen Tonnen Eiweiss pro Jahr benötigt - die Hälfte mehr als heute produziert wird. Eine der vielversprechenden Möglichkeiten, hochwertiges Eiweiss nachhaltig und mit einem kleinen ökologischen Fussabdruck zu gewinnen, sind Insekten. Davon ist die Firma Bühler mit Sitz im st. gallischen Uzwil überzeugt.

Dies, weil Insekten wie Mehlwürmer oder Fliegenlarven verhältnismässig anspruchslos in der Aufzucht seien, jedoch effiziente Verwerter: Aus nur gerade zwei Kilogramm Futter bilden sie ein Kilogramm Insektenmasse. Dazu kommt, dass sie auf kleinem Raum gezüchtet und verarbeitet werden können.

Prototyp entwickelt

Aus diesen Gründen hat sich die Firma Bühler dazu entschieden, Anlagen für die Aufzucht und Verarbeitungen von Insekten zu Tierfutter zu entwickeln. Ein erster Prototyp steht in Holland. Im Gespräch mit Radio SRF sagt Andreas Baumann, Leiter Bereich Technologie in der Insektenabteilung von Bühler, man müsse sich das Ganze vorstellen wie auf einer Hühnerfarm.

Noch sind Insekten als Nahrungsmittel für Tiere nicht überall zugelassen. Fische dürfen jedoch bereits damit gefüttert werden. Bühler setzt deshalb in einem ersten Schritt auf die Herstellung von Fischfutter aus Insekten. Erste Anlagen sollen Ende 2018, anfangs 2019 auf dem Markt kommen. Zudem laufen die politischen Prozesse, um Insekten als Futter für Schweine oder Hühner zuzulassen, sagt Baumann weiter.

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