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Ostschweiz Bund baut Asylzentren in der Ostschweiz aus

Der Bund hält an den bisherigen Asylzentren in der Ostschweiz fest. In Zukunft soll es in Altstätten und Kreuzlingen Plätze für 700 Asylbewerber geben. In Altstätten plant der Bund einen Neubau mit 390 Plätzen. Das schafft laut einer Mitteilung über 100 neue Arbeitsplätze.

Insgesamt gibt es in der Schweiz heute vier Empfangszentren für Asylbewerber.
Legende: Der Bund will mit den neuen Zentren die Asylverfahren in Zukunft schneller abwickeln. Keystone

Damit der Bund in Altstätten einen Neubau realisieren kann, braucht er den Segen des Volkes. Dieses muss einem Landverkauf noch zustimmen. Altstätten soll Standort eines Bundeszentrums werden, das vorwiegend der Durchführung von Asylverfahren dient.

Im jetzigen Bundeszentrum hat es 180 Plätze. In Zukunft wären es dann mehr als doppelt soviel.

Das sind viele, sagt der Altstätter Gemeindepräsident Ruedi Mattle. Aber: «Das heutige Zentrum befindet sich in einem Wohngebiet, an einem Ort, wo es schwierig ist sie zu beschäftigen.» Mattle geht davon aus, dass die Asylbewerber in Zukunft weniger ins Stadtzentrum kommen werden.

Im zweiten Bundeszentrum in der Region Ostschweiz sollen hauptsächlich Asylsuchende untergebracht werden, deren Ausreise aus der Schweiz organisiert werden muss. Es soll am Standort des heutigen Empfangs- und Verfahrenszentrums in Kreuzlingen betrieben werden.

Nach dem Umbau wird das Zentrum Unterkünfte für maximal 310 Asylsuchende enthalten. Das sind etwa gleich viele wie heute. Stadtpräsident Andreas Netzle befürchtet, dass es in Zukunft jedoch mehr Probleme geben könnte, da in Kreuzlingen dann vor allem Asylbewerber mit negativem Bescheid betreut werden sollen. Dieser Tatsache will Netzle allenfalls mit einer Anpassung des Sicherheitsdispositivs Rechnung tragen.

Mit den neuen Bundeszentren für Asylsuchende sollen die Asylverfahren beschleunigt werden. Der Bund will für die Neuorganisation bis zu 20 dieser Bundeszentren eröffnen.

Gute Kommunikation ist jetzt das A und O

Wie der Stadtpräsident von Altstätten, Ruedi Mattle, gegenüber dem Regionaljournal sagt, könne er noch nicht abschätzen, wie der Entscheid des Bundesrats bei der Bevölkerung ankomme. Und gerade die Bevölkerung sei wichtig, diese müsse noch über den Landverkauf abstimmen. Er möchte jetzt auf gute Information setzen und gegebenenfalls auch professionelle Beratung in Anspruch nehmen.

Im nächsten Schritt wird nun eine Begleitgruppe zusammengestellt. Diese setzt sich unter anderem mit Anwohnern, Leuten aus dem Gewerbe und Politik zusammen. Diese Gruppe soll die Rahmenbedingungen ausarbeiten und auch über diese informieren.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Eduard Ith, Altstätten
    Sehr wohl hat unser Stapi Ruedi Mattle aus Altstätten Kenntnis davon, wie wir, der Souverän reagiert. Die erste Hürde ist nämlich der Teilzonenplan der dem Referendum unterstellt werden muss und schon hier ist eine Volksabstimmung so sicher wie das Amen in der Kirche. Natürlich sind die 6 Mio. Einnahmen aus dem Verkauf des Grundstückes für das hochsteuerfuss geplagte Altstätten eine Verlockung, aber Geld ist nicht alles und käuflich sind wir auch nicht. Ruhe und Ordnung sind Gold wert!
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  • Kommentar von Angela Keller, Sirnach
    Mit den neuen Bundeszentren für Asylsuchende sollen die Asylverfahren beschleunigt werden. Wer's glaubt wird selig. Der Bund veräppelt das Volk. Wieviel Zentren sollen noch gebaut werden und wertvollen Boden verscheudert werden anstatt mal Wohnhäuser zu fairen Mieten zu bauen? Die Nachfrage ist gross. Der BR ist realitätsfremd nimmt die Anliegen des Volkes nicht ernst. Entscheide im Alleingang. Zeugt von Schwäche. Wir sind das Volk und haben nichts zu sagen!!!
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  • Kommentar von Peter Dürr, Münchwilen
    Es macht mich wütend, wenn Land zur Verfügung gestellt wird für Flüchtl. Zentren. Viele CH suchen Wohnraum zu bezahlbaren Mieten, da wird nichts gemacht im Gegenteil. Neubauten sind sehr teuer und nur gutverdienende Zuwanderer können sich die leisten. Wir können nur zusehen wie über unseren Köpfen entschieden wird. Kantone und Gemeinden müssen überall sparen und Projekte hinten anstellen, aber für diese Zentren ist Geld vorhanden. Auch Geld für die Unterhaltung der Flüchtlinge ist genug da.
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