Bund will drei Ostschweizer Zollstellen schliessen

Buchs, Romanshorn und St. Gallen: Diese drei Zollstellen soll es ab 2017 nicht mehr geben. Der Bund muss sparen. Die Fälle sollen künftig Kreuzlingen, St. Margrethen oder Schaanwald (FL) übernehmen.

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Bildlegende: Die Zollstelle Buchs ist nebst Romanshorn und St. Gallen von der Schliessung bedroht. Keystone

Knapp 3 Millionen Importe und Exporte haben die Zollstellen Buchs, Romanshorn und St. Gallen 2014 abgewickelt. Die Zollanmeldungen in St.Gallen und Buchs erfolgen vor allem elektronisch. Um Infrastrukur und Personal einzusparen, sollen diese Aufgaben künftig benachbarte befahrene Zollstellen übernehmen, sagt Fredy Bucher, Direktor des Zollkreises 2, der auch die Ostschweizer Kantone einschliesst. Romanshorn ist zwar eine befahrene Zollstelle, mit rund 20 Lastwagen pro Tag seien die zwei Mitarbeiter aber nicht ausgelastet, so Bucher. Deshalb soll auch diese Zollstelle geschlossen werden.

Es sei auch diskutiert worden, Zollstellen im Kanton Graubünden zu schliessen, so Bucher. Man habe dort jedoch schon im vergangenen Jahr gespart, das genüge für den Moment.

Bis Ende Oktober 2015 entscheidet der Bundesrat, ob er die drei Zollstellen wirklich schliessen will. Danach geht der Entscheid in die Vernehmlassung.