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Legende: Audio Gespräch mit Tagblatt-Chefredaktor Stefan Schmid abspielen. Laufzeit 18:13 Minuten.
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 03.04.2019.
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Chefredaktor Tagblatt «So schlecht steht es noch nicht um uns»

Ein Mantelteil aus Aarau, keine «Ostschweiz am Sonntag» mehr, dafür eine gemeinsame «Schweiz am Wochenende»: Das St. Galler Tagblatt wurde in den letzten Monaten durchgeschüttelt. Leser, Politiker, Kantonsregierungen und Mitarbeiter sind nach dem Zusammenschluss der NZZ-Regionalmedien und der AZ-Medien zu CH Media im vergangenen Jahr verunsichert. Von Stellenabbau und -verlagerung ist die Rede.

Was bedeuten diese Veränderungen für die Zeitung selbst, inwiefern profitieren die Leser und wie viel Einfluss hat St. Gallen noch auf die Berichterstattung? Diese und andere Fragen beantwortet Chefredaktor Stefan Schmid im Gespräch mit SRF.

Stefan Schmid

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Stefan Schmid ist seit bald drei Jahren Chefredaktor des St. Galler Tagblatts. Der heute 41-Jährige ist in Wittenbach aufgewachsen. Schmid war bereits von 2005 bis 2009 als Inland-Redaktor für das Ostschweizer Medienhaus tätig, von 2009 bis 2011 war er Blattmacher und Mitglied der Chefredaktion. Danach leitete er die Inlandredaktion des Zeitungsverbunds der «Nordwestschweiz» der AZ Medien.

SRF News: Der Mantelteil des St. Galler Tagblatts wird künftig in Aarau geschrieben und produziert. Was bedeutet das für die Leserschaft?

Stefan Schmid: Die Titelseite wird nicht in Aarau, sondern in der Ostschweiz produziert. Aber der Rest des Mantels, also zum Beispiel die Inland-, Ausland- und Wirtschaftsseite werden in Aarau geschrieben. Wir verstehen die Bedenken, dass die Ostschweiz zu wenig Platz bekommen könnte und haben reagiert. Während den Sessionen ist jemand aus St. Gallen in Bern, um nur Geschichten aus Ostschweizer Sicht aufzubereiten.

Sie sind seit knapp drei Jahren Chefredaktor des Tagblatts. Sehen Sie sich mehr als Manager oder als Journalist?

Das ist eine gute Frage. Ich habe mir zum Glück mit dem Samstagsleitartikel auf der Frontseite ein eigenes Gefäss geschaffen. Den schreibe ich meistens selbst. Das hat auch einen Disziplinierungscharakter mir gegenüber. Damit ich mich zumindest einmal in der Woche hinsetze und als Journalist tätig bin. Weil es ist natürlich schon so, in der momentanen Phase des Umbruchs könnte ich den ganzen Tag von Sitzung zu Sitzung rennen.

Wie lange drucken Sie das St. Galler Tagblatt noch?

Ich weiss es nicht. Ich glaube, wir drucken die Zeitung noch eine Weile. Es könnte aber sein, dass wir sie nur noch teilweise drucken, also nur noch an gewissen Tagen. Das können die Leserinnen und Leser in der Ostschweiz durch ihr Leseverhalten aber auch mitbeeinflussen. Natürlich auch mit der Bereitschaft, für ein solches Produkt etwas zu bezahlen.

Das Gespräch führte Martina Brassel.

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