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Wil: Kritik an Schule wegen verbotener Weihnachtslieder
Aus Schweiz aktuell vom 26.11.2019.
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Christliche Lieder Schule in Wil will keinen Ärger wegen Weihnachtsliedern

Die Lehrerinnen und Lehrer des Schulhauses Matt in Wil SG verzichten auf drei Weihnachtslieder. Grund: Reklamationen.

«Go tell it on the Mountain», «Fröhliche Weihnacht überall» und das Mundartweihnachtslied «S'gröschte Gschänk» – diese drei Weihnachtslieder werden im Schulhaus Matt in Wil an der Weihnachtsfeier nicht gesungen. Grund dafür sind Reklamationen in den letzten Jahren.

Verschiedene Gründe

Die parteilose Stadträtin und Schulratspräsidentin Jutta Röösli bestätigt einen Artikel der Gratiszeitung «20 minuten», dass es Einwände zur Weihnachtsfeier von verschiedener Seite gab, von Muslimen zum Beispiel.

Aber ein Einwand habe einen ganz anderen Beweggrund gehabt: «Es gibt auch Personen, die keine Glaubenszugehörigkeit haben und ohne Religion durch's Leben gehen.»

Es gibt auch Personen, die keine Glaubenszugehörigkeit haben und ohne Religion durch's Leben gehen.
Autor: Jutta RöösliSchulratspräsidentin

Jutta Röösli betont, dass die Schulen trotzdem christliche Werte leben würden. So würden an der Weihnachtsfeier im Schulhaus Matt auch christliche Weihnachtslieder gesungen und entsprechende Geschichten vorgelesen oder vorgespielt.

Weglassen bringt wenig

Der Präsident der Koordinationsstelle Islamische Organisationen Schweiz, Farhad Afshar, bedauert den Entscheid, diese christlichen Weihnachtslieder zu streichen. «Weihnachten gehört auch zum Islam», das wüssten vielleicht viele Muslime nicht, «und Jesus hat einen ganz speziellen Stellenwert im Islam.»

Ich bedaure diesen Entscheid.
Autor: Farhad AfsharKoordinationsstelle Islamische Organisationen Schweiz

Die Schulen von Religion zu befreien, sei nicht der richtige Weg, so Farhad Afshar. Er schlägt eher vor, in der Schule auch muslimische oder jüdische Feiertage zu feiern. Nur so würden die Kinder lernen. «Dieser Zugang wäre für die Kinder viel interessanter, als wenn man versucht, die Schule von religiösen Fragen fernzuhalten.»

Wie die Verantwortlichen der Wiler Schulen in Zukunft mit dem Thema Weihnachten umgehen wollen, besprechen sie nächstens miteinander.

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165 Kommentare

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  • Kommentar von Willi Geissbühler  (WG)
    Also die Lehrer und die Papierliwender scheinen an Arbeitsmangel zu leiden. Hier gibts eigentlich nur ein Wort für dieses absurde Theater: Bireweich.
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  • Kommentar von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
    "Farhad Afshar, bedauert den Entscheid, diese christlichen Weihnachtslieder zu streichen"? Derselbe Farhad Afshar dem es schwerfällt, sich öffentlich von einem rückständigen Islam zu distanzieren, dessen Weltbild sich schwer in Einklang mit modernen westlichen Werten bringen lässt. Der uvam "generell keinen Austausch von Zärtlichkeiten und Intimitäten in der Öffentlichkeit" toleriert und die Einführung von Teilen der Scharia für Muslime in der Schweiz unterstützt? (NZZ) Wie passt das zusammen?
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  • Kommentar von Simon Pfeiffer  (Simon Pfeiffer)
    Weihnachtslieder verbieten? Geht gar nicht! Aber das Geschrei darum auch nicht. Was feiern wir zu Weihnacht? Konsum oder selber machen? Singt doch die Weihnachtslieder selber! Herzhaft auf dem Weg zur Arbeit, beim Feierabendbier oder beim Anstehen vor der Kasse. Und wer krumm guckt oder rumschreit wird gleich herzlich eingeladen. S’grösschte Gschänk vo der Wiehnacht! Frohe Weihnachten!
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