Daguati: «Ostschweiz muss Kräfte bündeln»

Weder dem Kanton Thurgau noch dem Kanton St. Gallen ist es gelungen, als zusätzlicher Netzwerkstandort des Schweizer Innovationsparks anerkannt zu werden. Dies auch, weil die Kantone zu wenig grossräumig denken, sagt Standortförderer Remo Daguati.

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Remo Daguati

Remo Daguati ist unabhängiger Berater. Die letzten fünf Jahre leitete er die Nationale Standortpromotion Switzerland Global Enterprise. Zuvor arbeitete er beim Kanton St. Gallen als Leiter Standortmanagement und Leiter des Amtes für Wirtschaft.

Es gebe drei Gründe für die jetzige Situation, sagt Daguati. Erstens fehle der Ostschweiz im Hightechbereich ein Leuchtturm. Zweitens werde in anderen Kantonen massiv mehr Geld in Netzwerkstandorte investiert. Nicht nur seitens der Kantone, sondern auch seitens der Wirtschaft. Weiter komme hinzu, dass die Ostschweiz lernen müsse, ihre Kräfte zu bündeln. Sprich: Es mache mehr Sinn, ein überzeugendes Projekt einzureichen als mehrere, wie dies der Kanton St. Gallen und der Kanton Thurgau getan hätten.

Daguati betont im Interview weiter, dass es für eine Region im Standortwettbewerb wichtig sei, solche Innovationszentren zu haben. Es reiche nicht mehr generell gute Rahmenbedingungen mitzubringen. Die Differenzierung liege in den einzelnen Sektoren und der Innovationskraft einer Wirtschaftsregion.