Das Fürstenland zahlt den Preis für die Nähe zu Zürich

Seit der Umstellung des Fahrplans im vergangenen Dezember dauert die Fahrt von St. Gallen nach Zürich weniger lang als bisher. Der Grund: Der Zug legt im Fürstenland weniger Halte ein. Das müsse wieder geändert werden, fordert Ständerätin Karin Keller-Sutter.

Zug beim Banhof Flawil Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Gut, aber nicht gut genug. So stuft Karin Keller-Sutter den öffentlichen Verkehr im Fürstenland ein. Keystone

Mit dem Fahrplanwechsel der SBB im Dezember 2015 ist es für die Bevölkerung in der Region Fürstenland zu einer Angebotsverschlechterung und zu einem Leistungsabbau gekommen. Dies sagt die St. Galler Ständerätin Karin Keller-Sutter.

Die vormals direkten Züge zwischen St. Gallen und Bern mit Halt in Wil, Uzwil, Flawil und Gossau wurden durch eine direkte Verbindung zwischen St. Gallen und Basel ersetzt. Dafür wurde zwischen Bern und St. Gallen eine direkte Verbindung mit dem Namen «Sprinter» ohne Halt im Fürstenland eingeführt.

Mindeststandard ist übertroffen

Keller-Sutter wollte deshalb vom Bundesrat wissen, wann für das Fürstenland wieder eine direkte Erschliessung nach Bern eingeführt werde. Der Bundesrat aber winkt ab. Der Mindeststandard der Fernverkehrskonzession sei mit dem aktuellen Angebot sogar noch übertroffen.

Diese Antwort des Bundesrates zeige deutlich, so Karin Keller-Sutter, dass der Grossraum St. Gallen vom Bundesrat nicht prioritär eingestuft werde. Nun gehe es darum, dass hinter den Kulissen für eine bessere Erschliessung des Fürstenlands gekämpft werde. Schliesslich habe der Bundesrat in der Antwort in Aussicht gestellt, dass sich das Angebot ab dem Jahr 2021 wieder ändern könne.