Zum Inhalt springen
Inhalt

Ostschweiz Den Berufsfischern schwimmen die Fische davon

Die Berufsfischer am Bodensee haben im letzten Jahr erneut weniger Fische gefangen. Sie zogen 261 Tonnen aus dem Obersee. Das ist 40 Prozent unter dem bereits vergleichsweise niedrigen Vorjahreswert.

Legende: Video Harte Zeiten für Bodensee-Fischerei abspielen. Laufzeit 06:41 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 29.06.2016.

Gemäss einer Mitteilung des Kantons St. Gallen war 2015 das schlechteste Fangjahr seit 1917. Der Felchenertrag ging im Zehnjahresmittel um über 68 Prozent zurück. Auch Barsche und Saiblinge wurden weniger gefangen.

Ein Hauptgrund für die schlechten Fangquoten sind die Stichlinge. Diese gebietsfremde Fischart frisst den Laich der heimischen Fische weg und hat einen grossen Anteil an der Dezimierung der Bestände.

Stichling soll sich nicht weiter ausbreiten

Die Stichlinge würden bereits 80 Prozent des Fischbestandes im Freiwasser ausmachen, heisst es in der Mitteilung. Die Länder um den Bodensee haben deshalb ein Untersuchungsprojekt in Auftrag gegeben. Ebenfalls negativ auf die Bestände wirke sich die Vermehrung des Kormorans am ganzen Bodensee aus.

Anders präsentiert sich die Situation bei den 13'000 Angelfischern am Bodensee. Diese zogen im letzten Jahr 47 Tonnen Fisch aus dem Wasser. Das ist eine leichte Zunahme im Vergleich zum Vorjahr.

Neue Schutzmassnahmen

Die Einsatztiefe der Barschnetze wurde saisonal auf 20 Meter beschränkt. Damit soll der Beifang kleiner Felchen vermieden werden. Zudem werden die Netzeinsatzzeiten der Berufsfischer geändert, um auf das verlangsamte Felchenwachstum zu reagieren.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.