Der Altenpflege fehlt die Attraktivität

Im Kanton Thurgau wurden die Anforderungen an das Pflegepersonal in Alters- und Pflegeheimen herabgesetzt um den Fachpersonalmangel zu entgegnen. Mangelnde Wertschätzung führe zu diesem Mangel, heisst es beim Berufsverband.

Betreuungsperson und Bewohnerin in einem Altersheim Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In Thurgaus Pflegeheimen fehlen die Fachkräfte Keystone

Die Alters- und Pflegeheime stünden vor einem Problem, behauptet Dominique Nobel, Präsident von Curaviva Thurgau. Die Pflege und Betreuung von pflegebedürftigen Menschen würde in den kommenden Jahren zunehmen. Dies zeige die demographische Entwicklung der Schweiz. Das Angebot an fachkräften nimmt gleichzeitig aber stetig ab.

Abwanderung nach der Ausbildung

Die Ausbildung zur Pflegefachperson mit höherem Abschluss sei aber gefragt, heisst es beim Schweizerischen Verband für Pflegefachleute. Dies beweise, dass der Beruf

beliebt sei. Die Abwanderung erfolge nach der Ausbildung, weil die Arbeitsbedingungen zuwenig attraktiv seien.

Imagekampagne gefordert

Beim Verband Curaviva Thurgau hat man das Problem mit der Abwanderung der Fachkräfte ebenfalls erkannt. Dominique Nobel fordert deshalb eine bessere Imagekampagne für den Beruf. «Am Lohn kann es nicht liegen», so Nobel «dieser ist bei den Pflegenden nicht zu tief».