Der Föhn sorgt für Rekordmonat

Viele beklagen sich über den Föhn: Die einen plagen die Kopfschmerzen, die Skigebiete haben Umsatzeinbussen. Anders bei der Windkraftanlage in Haldenstein im Kanton Graubünden. Die Anlage hat im Februar so viel Strom produziert wie in keinem anderen Monat.

Rotor einer Windanlage Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Rotor-Durchmesser ist 112 Meter und an den Blattspitzen wird eine Geschwindigkeit von max. 270 km/h erreicht. zvg

119 Meter hoch ist der Mast der Windanlage in Haldenstein in der Nähe von Chur. Es ist die höchste Windanlage der Schweiz. Die Anlage ist bald ein Jahr im Einsatz. Sie soll in einem Jahr so viel Strom produzieren, wie das Dorf Haldenstein mit seinen rund 1000 Einwohnern verbraucht.

Im Februar hat man nun schon 430 Megawatt produziert. Damit könnte man beispielsweise rund eine halbe Million Waschmaschinen während einer Stunde betreiben. Es sei allerdings schon ein aussergewöhnlicher Monat, sagt Betreiber Jürg Michel gegenüber dem «Regionaljournal Ostschweiz». Es gäbe durchaus Monate, da würde es kaum winden. Trotzdem prüfen die Betreiber, ob sie ein weiteres Windrad bauen wollen.

Windkraft überall ein Thema

Im Kanton Appenzell Ausserrhoden wird auf der Hochalp während einem Jahr der Wind gemessen. Falls das Windpotenzial vorhanden ist, so würde der Kanton Anpassungen in der Raumplanung vornehmen, damit überhaupt Windanlagen gebaut werden könnten.

Auch im Kanton Thurgau wird zurzeit gemessen, ob eine Grosswindanlage möglich wäre. Die Messungen sollten bis im Herbst 2014 abgeschlossen sein.

Selbst in die Hand nehmen die Bürger von Buchs das Thema Windkraft. Initianten planen ein Windrad, welches rund 4 Prozent des Buchser Stroms gewinnen würde. Allerdings ist das Projekt noch in den Kinderschuhen. Bisher gab es drei Infoveranstaltungen zum Projekt. Bis im Mai müssten Absichtserklärungen in der Höhe von rund zwei Millionen Franken zusammen kommen, damit das Projekt weitergeht. Erst dann würde man beim Kanton eine Bewilligung beantragen.