Der Gemeindeammann von Güttingen legt seine Sicht dar

In Güttingen herrscht seit längerem ein Konflikt zwischen dem Gemeindeammann Eugen Staub und den vier Gemeinderäten. Diese werfen ihm Führungsmängel vor. Eugen Staub verteidigt sich.

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Bildlegende: Der Streit im Gemeinderat Güttingen dauert nun schon einige Wochen. zvg

Wegen anhaltender Spannungen wollen sich die vier Gemeinderäte in Güttingen von ihrem Gemeindeammann Eugen Staub trennen. Sie forderten ihn mehrfach zum Rücktritt auf. Anfang Dezember wurde eine Vermittlung eingeleitet. Die Verhandlungen sind gemäss den Gemeinderäten gescheitert. Ein Tag vor der Gemeindeversammlung am 24. Januar trat nun der Gemeindepräsident vor die Medien.

Rücktritt keine Option

Die Vorwürfe seien ungerechtfertigt, er werde von den Gemeinderäten gemobbt, erklärt Eugen Staub. Ein Rücktritt komme für ihn nicht in Frage: «Es würde nichts anderes heissen, als dass die Anarchie gewinnt, der Putsch gelingt. Und es würde nichts anderes heissen, als dass Mobbing zu einer praktizierbaren Regierungsform hier in der Schweiz wird», sagt Eugen Staub.

Ausserdem sei er 2011 mit einem guten Resultat wiedergewählt worden und habe einen guten Rückhalt in der Bevölkerung. An der Gemeindeversammlung verlangt er, dass der Gemeinderat entweder konstruktiv zusammenarbeitet oder die vier ihrerseits die Konsequenzen ziehen.

Gemeinderat Marcel Baumgartner seinerseits weist den Vorwurf von Mobbing als haltlos zurück.

Für den Kanton Thurgau bestehe derzeit kein Handlungsbedarf, heissts es auf Anfrage. Es gebe keine Vakanz im Gemeinderat, er sei beschlussfähig und die Dienstleistungen würden erbracht.