Der Präsident der Präsidenten hat genug

Liegen sich der Kanton und die St. Galler Gemeinden in den Haaren, steht er an vorderster Front: Beat Tinner, der Präsident der Gemeindepräsidenten. Doch lange wird er nicht mehr kämpfen.

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Die Suche läuft

Die Suche nach einer Nachfolge für den abtretenden Präsidenten Beat Tinner läuft. Wichtig für das Amt sei, gut verhandeln zu können. Ausserdem sollte die Nachfolgerin oder der Nachfolger Mitglied des Kantonsparlaments sein.

Nach zwölf Jahren hat Beat Tinner genug. Er gibt das Amt des Vorsitzenden der St. Galler Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten im Mai 2016 ab. «Nach so vielen Jahren ist es Zeit, das Amt in neue Hände zu geben», sagt Beat Tinner gegenüber Radio SRF. Er bestätigt damit einen Bericht des «St. Galler Tagblatt».

Asylwesen kritisiert

Für Schlagzeilen sorgte er als Vorsitzender der Gemeindepräsidenten zuletzt wegen des Asylwesens. In dieser Frage liegen sich der Kanton und die Gemeinden in den Haaren. Die Vereinigung hatte den Umgang mit jungen, unbegleiteten Asylsuchenden kritisiert.

Beat Tinner ist 44 Jahre alt und Gemeindepräsident in Wartau. Dieses Amt wolle er behalten.

Dem Verein gehören alle Stadt- und Gemeindepräsidenten des Kantons St. Gallen an. Einige Aufgaben der Vereinigung:

  • Sie vertritt die Interessen der Gemeinden
  • Sie ist Ansprechpartner für kantonale Stellungnahmen
  • Sie fördert die Kommunikation und die Zusammenarbeit zwischen Behörden und Verbänden