Der Tunnel ist wichtiger als der Teich

Der Park beim neuen Naturmuseum in St. Gallen darf gebaut werden – aber die Stadt muss Abstriche machen. Weil der Park direkt über dem Tunnel der Stadtautobahn zu liegen kommt, hatte das Bundesamt für Strassen zusätzliche Bedingungen gestellt.

Visualisierung des neuen Parks des Naturmuseums St. Gallen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Park im Naturmuseum darf zwar gebaut werden, aber nicht so, wie er ursprünglich geplant war. zvg/Naturmuseum St. Gallen

Um die Sicherheit im darunterliegenden Tunnel der Stadtautobahn zu gewährleisten, muss die Stadt auf einige Elemente im neuen Park verzichten. Nicht gebaut werden darf etwa der Enten-Weiher, weil dafür zu tief gegraben werden müsste. Ebenfalls dürfen nicht so viele Bäume und Büsche wie ursprünglich geplant im Park angepflanzt werden. Das schreibt die St. Galler Regierung als Antwort auf eine einfache Anfrage.

Grund für die Abstriche beim Park sind neue Sicherheitsbestimmungen für Tunnels des Bundes. Er hat im letzten Jahr auch zusätzliche Bedingungen gestellt, damit die Stadt mit der Planung des Parks weitermachen konnte.

Diese Bedingungen hat die Stadt nun erfüllt.

So muss sie sicherstellen, dass ein zusätzlicher Ingenieur die Bauarbeiten überwacht. Auch musste die Stadt eine Belastungskarte des zukünftigen Parks erstellen. Dieser dient dazu, dass nirgends zu schwere Pflanzen oder Objekte angebracht werden.

Damit ist klar: Der Park im Naturmuseum darf zwar gebaut werden, aber nicht so, wie er ursprünglich geplant war. Mit der Planung muss die Stadt nun von vorne beginnen.