Die BDP kränkelt: Die Ostschweizer Kantonsräte nehmen es gelassen

Die BDP-Schweiz im Abwärtstrend: Der Gründer und Ex-Präsident der BDP-Schweiz, Hans Grunder, hat ausgesprochen, was viele denken. Die Wahrscheinlichkeit sei gross, dass es die BDP in ein paar Jahren nicht mehr gebe. Diese düsteren Perspektiven teilen die Ostschweizer BDP-Kantonalparteien nicht.

Gelber Ballon mit Aufschrift «BDP». Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Selbst der Werbeballon kann nicht darüber hinwegtäuschen: Die BDP verliert immer mehr Wähler. Keystone

Spätestens seit den letzten eidgenössischen Wahlen ist es offensichtlich: Der BDP geht es schlechter. «Die Partei kämpft um ihre nackte Existenz», sagt der Ex-Präsident der BDP-Schweiz, Hans Grunder in der Sonntagspresse. Er macht der Partei düstere Zukunftsprognosen.

In der Ostschweiz nimmt man diese Aussagen gelassen. Natürlich müsse es in der Zukunft besser laufen als in den vergangenen beiden Jahren, sagt der St. Galler BDP-Präsident Richard Ammann. Es brauche eine neue Strategie.

Diese ist aufgegleist und versprochen auf den kommenden Herbst, bestätigt der Präsident der BDP Schweiz und Glarner Nationalrat Martin Landolt gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» auf SRF 1.

«  Wir sind gekommen, um zu bleiben. »

Elisabeth Mani
Kantonsrätin BDP Graubünden

Der Thurgauer BDP-Kantonsrat Roland A. Huber will nicht schwarz malen wie Ex-Präsident Grunder. Er setzt keine Fragezeichen hinter die BDP Thurgau. Auch der Glarner Landrat Beny Landolt sieht keinen Grund sich Sorgen zu machen: «Im Glarnerland steht die BDP noch gut da.»

«Mit dem Rücktritt unserer Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf sind wir vielleicht heute weniger im Fokus der Medien, an der Arbeit hat dies nichts verändert», sagt die Bündner BDP-Kantonsrätin Elisabeth Mani und ist zuversichtlich für die Zukunft ihrer Partei.