«Die SGKB ist nicht bedroht»

Das US-Geschäft sei bei der St. Galler Kantonalbank nie besonders gross gewesen, sagt SGKB-Sprecher Simon Netzle. Der Steuerdeal mit den USA sei für den gesamten Bankenplatz wichtig, darum habe man sich vor der Wirtschaftskommission des Ständerats dafür eingesetzt.

Hauptgebäude der St. Galler Kantonalbank in St. Gallen Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die SGKB setzt sich für ein Ja zum US-Steuerdeal ein. Keystone

Falls der Deal vom Parlament abgelehnt werde, müsse man die Situation neu beurteilen. Auch bei der SGKB könne man die Folgen eines Nein jetzt nicht abschätzen. Wichtig für den gesamten Bankenplatz sei, dass das Sondergesetz den Banken erlaube, sich mit den US-Behörden individuell zu einigen.

Aktuell wisse man von keinem Verfahren der US-Behörden gegen die SGKB, sagt SGKB-Sprecher Netzle. Man führe auch keine Verhandlungen. Das Volumen der Geschäfte der St. Galler Kantonalbank mit US-Kunden gibt die Bank nicht bekannt. «80 Prozent der Geschäfte der SGKB finden aber in der Schweiz und im nahen Ausland statt», sagt Netzle. Geschäfte mit US-Bürgern wurden mehrheitlich von der KB-Tochter Hyposwiss abgewickelt.

Unabhängig davon, ob der Steuerdeal mit den USA zustande komme oder nicht, sei die SGKB nicht finanziell bedroht, so Netzle weiter: «Sollten wir zu einer Busse verpflichtet werden, könnten wir diese aus eigenen Mitteln prestieren». Entsprechende Berechnungen habe man gemacht. Auf die Staatsgarantie zurückgreifen müsse die Bank sicher nicht.