Die SVP-Männer haben ein Frauenproblem

Esther Friedli hat zwar die Wahl in die St. Galler Regierung nicht geschafft, für sie dürfte die Niederlage aber trotzdem ein Erfolg sein. Mit ihrer Kandidatur hat sie sich den gestandenen und ambitionierten SVP-Männern in den Weg gestellt.

Gewählt wurde FDP-Mann Marc Mächler in die St.Galler Regierung. Aber auch die unterlegene Kandidatin Esther Friedli von der SVP errang einen Sieg.Wenn auch nur persönlich. Mit ihrem Auftritt schaffte sie den Sprung von der Quereinsteigerin zur SVP-Frau, der ein grosses politisches Potenzial attestiert wird. Gleichzeitig stellt sie sich einigen erfahrenen und ambitionierten SVP-Politikern in die Quere.

«Konkurrenz belebt das Geschäft»

Als einer der grossen SVP-Trümpfe wird der Tübacher Gemeindepräsident und Kantonsrat Michael Götte bezeichnet. Konkurrenz belebe das Geschäft, erklärt er. Im Weiteren sei nicht klar, wann es zu den nächsten Regierungsratswahlen kommen werde. Vieles sei offen, er blicke gelassen in die Zukunft, auch wenn die SVP St. Gallen über einen neuen Stern verfüge.

Kein Interesse am Präsidium

Esther Friedli gibt unumwunden zu, dass sie Freude an der Poltik gefunden habe. Sie wolle sich unbedingt in der St. Galler Politik einbringen. Für das frei werdende Parteipräsidium stehe sie aber nicht zur Verfügung. Hierfür müssten gestandene Kantonsräte oder Nationalräte ran, so Esther Friedli gegenüber dem «Regionaljournal Ostschweiz» auf SRF1.