Die Thurgauer Angst vor dem Feuerbrand

Im Kanton Thurgau wird dieses Jahr das neue Pflanzenschutzmittel LMA gespritzt. Das bekannte und wirksame Antibiotikum Streptomycin dürfen die Bauern dagegen nur noch einmal zum Einsatz bringen. Sie befürchten nun, dass das aufgrund des milden Winters nicht reicht.

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Bildlegende: Im Jahr 2007 wurde der Zivilschutz im Kampf gegen den Feuerbrand eingesetzt. Keystone

Der Bund und nun auch der Kanton Thurgau haben für dieses Jahr neue Regeln im Kampf gegen den Feuerbrand beschlossen. Neu darf Streptomycin statt zweimal nur noch einmal gespritzt werden. Die Bauern dürfen dafür bis zu dreimal das Alternativmittel LMA spritzen. Zuerst sollte der Kampf mit LMA aufgenommen werden und Streptomycin nur im Notfall eingesetzt werden, erklärt Markus Harder vom Thurgauer Landwirtschaftsamt.

Im Jahr 2007 fielen in der Ostschweiz besonders viele Bäume dem Feuerbrand zum Opfer. Die Ausgangslage ist dieses Jahr eine Ähnliche. Der Winter war mild.

Entscheidend sei nun die Witterung im Frühling, sagt Harder weiter. Bleibt es so mild, ist damit zu rechnen, dass sich der Feuerbrand wieder rasant ausbreiten wird.