«Die Zukunft wird nicht katastrophal schlimmer»

Der Appenzeller Zukunftsphilosoph Andreas Giger über das Jahr 2016, die Bedeutung der Expo 2027 und die Olympia-Diskussion in Graubünden.

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Zur Person

Andreas Giger ist 56 Jahre alt und wohnt sei 20 Jahren in Wald AR. Der gebürtige Schaffhauser arbeitet als Zukunftsphilosoph, Fotograf und Autor. Er veröffentlichte bisher unter anderem zehn Krimis.

Kein Hellseher, keine Kristallkugel – Andreas Giger arbeitet mit Umfragen, Wertehaltungen der Gesellschaft und deren Entwicklung. «Ich kann die Zukunft nicht voraussagen, ich kann nur von Tendenzen in der Gesellschaft sprechen.»

Für die Ostschweiz sieht er grosse Chancen in der Expo 2027. Dabei sollte sich die Bevölkerung fragen, wer sie ist und welche Werte sie leben will, sagt Andreas Giger. «Dies führt schlussendlich zur Frage, welche Zukunft wir für uns wollen.»

Im Kanton Graubünden löst die bevorstehende Olympia-Diskussion die Fragen «Wer sind wir, wer wollen wir sein» aus. «Die Bündner haben grosses Potenzial, nicht zuletzt wegen ihrer bodenständigen Bergler-Mentalität.»