Regionaltourismus Egoismus im lokalen Tourismus

Roland Scherrer im Studio. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Roland Scherer, Direktor des Instituts für Systemisches Management und Public Governance an der Uni SG SRF KATRIN KELLER

Worum geht es? Statt gemeinsam die Interessen der Tourismusregion Ostschweiz zu vertreten, liegen sich lokale und regionale Touristiker und Verbände oft in den Haaren. Aktuellstes Beispiel: Im Toggenburg streiten sich zwei Bergbahnunternehmen um einen gemeinsamen Skipass. Auch in der Bodenseeregion fehlt es oft an Gemeinsamkeiten. Während das deutsche Bodenseeufer vor allem auf ältere, erholungssuchende Gäste setzt, preist das Land Vorarlberg sein Kulturangebot (Bregenzer Festspiele) und seine Skigebiete an Arlberg an. Die Schweizer Kantone setzen auf Berge und Brauchtum (Appenzell), Kongresse und Events (St. Gallen) oder auf Veloferien (Thurgau).

Wo geht es hin? Eine Studie verschiedener Universitäten im Bodenseeraum sieht Handlungsbedarf insbesondere bei der Zusammenarbeit der verschiedenen Dienstleister und Organisationen. Weil der Wettbewerb immer internationaler werde, müsse man sich besser darauf einstellen. In der Bodenseeregion machen vor allem ältere Personen Ferien. In Zukunft würden diese Gäste vermehrt Kurzferien buchen und ein grösseres Angebot beispielsweise im Bereich Wellness erwarten.