«Ein schöner Marsch berührt mein Herz»

Valentin Bischof wählte die Blasmusik nicht bewusst. Er rutschte gewissermassen rein, sagt er, weil sein Vater Gründungsmitglied der Otmarmusik in St.Gallen war. Aber heute hüpft das Herz des Präsidenten des Schweizer Blasmusikverbandes, wenn er einen gelungenen Marsch hört.

Valentin Bischof im Studio Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Freut sich, wenn an einer Paradestrecke eine richtig gute Blasmusik vorbeikommt: Valentin Bischof. SRF

Shows wie «Kampf der Orchester» seien eine gute Visitenkarte für die Blasmusik, sagt Valentin Bischof. Im Prinzip mache die Blasmusik an ihrer Abendunterhaltung im Dorf nichts anderes: «Jeder Verein macht am Unterhaltungsabend Unterhaltungsmusik mit mehr oder weniger Choreographie». Auch Blasmusik müsse etwas fürs Auge bieten.

Bischof kam familienbedingt zur Blasmusik. Sein Vater war Gründungsmitglied der Otmarmusik St.Gallen. Mit 16 trat Bischof ein und ist heute noch dabei. Er spielt dort das Euphonium: «Es ist das Verbindungsinstrument zwischen den Sopran- und den Bassinstrumenten. Man kommt gut zum Einsatz», so Bischof in der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz».

Nachwuchssorgen kenne der Verband nicht. Man müsse allerdings akzeptieren, dass sich neue Musikinteressierte nicht unbedingt einem Verein verpflichten wollten. Vor allem junge Leute seien bereit, sich mit viel Zeiteinsatz für ein bestimmtes Projekt zu engagieren, nachher möchten sie sich aber auch wieder anderem widmen.