«Das Schweigen der Schweiz Ein Theaterabend zur Lage der Nation

Fünf Autoren haben im Auftrag des Theaters St.Gallen die Schweiz und ihre Bewohner reflektiert. Der Abend setzt sich mit der Gegenwart auseinander und erreicht das, was zeitgenössisches Theater bieten soll: Biss, Humor und Tiefe.

    • 1.
      «Nienedmeh isch nüd»
      Andreas Sauter befasst sich in seinem Text mit der Abschottung der Schweiz. Wie sähe das Land aus, würden alle Häuser unter der Erde gebaut, um sich vor den «Fremden» zu schützen? «Wenn alle kommen, dann sind wir bereit».
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      Bildlegende: Tanja Dorendorf

    • 2.
      «Kalter Hund»
      Autorin Sabine Harbeke befasst sich in ihrem Stück mit den Auswüchsen der Demokratie: Wer fällt Entscheidungen, wenn sie niemand fällen will? Im Fokus steht eine Wohngemeinschaft, die erwägt, ein freies Zimmer an einen Flüchtling zu vergeben.
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      Bildlegende: Tanja Dorendorf

      I

    • 3.
      «Philosophische Kühe - Mountains of Kuhtopia»
      Gespräch unter vier Kühen: In Daniela Janjics Beitrag wird als Live-Hörspiel umgesetzt. Was geschieht, wenn die Leitkuh zum feindlichen Lager wechselt?
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      Bildlegende: Tanja Dorendorf

    • 4.
      «Tennis. Nation.»
      Eine Swissness-Gala in einer schweizerischen Kleinstadt: Philippe Heule wirft Fragen auf zur Identität der Schweizer. «Wir müssen uns mit einer gewissen Rätselhaftigkeit abfinden».
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      Bildlegende: Tanja Dorendorf

Kurzkritik

Das Theater St.Gallen schafft es mit dem Autorenabend «Das Schweigen der Schweiz» das zu bieten, was ein Schauspielabend in diesen Tagen bieten soll. Das Kaleidoskop unterschiedlicher Theaterformen vereint Humor und Groteske, ohne die Tiefe der Themen zu vernachlässigen. Das Stück reflektiert den Schweizer und die Schweiz. Mit dieser Art von Inszenierung kann es dem Theater gelingen, vermehrt auch ein jüngeres Publikum anzusprechen. Jonathan Fisch