Ultracycler Ein Tüftler – kein Spinner

Migg Scherrer aus Gais im Kanton Appenzell Ausserrhoden ist ein Ultracycler. Er bestritt vor kurzem das Rennen «Race around Austria». Während fünf Tagen pedalte der 42-Jährige 2‘200 Kilometer ab und überwand 30‘000 Höhenmeter – fast ohne zu schlafen.

Migg Scherrer am Rennen Race around Austria Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Migg Scherrer beendete das Rennen auf dem elften Platz. zvg / Migg Scherrer

Wie hart ein solches Rennen ist, beweist die Tatsache, dass von 35 lediglich 14 Rennfahrer ins Ziel kamen. Einer davon war Migg Scherrer. Er beendete es auf dem elften Platz. Bei diesem Abenteuer ging es dem Appenzeller vor allem darum herauszufinden, wie er solche Strapazen mental verkraftet und was mit ihm passiert, wenn er fünf Tage fast ohne Schlaf auskommt. Die Erkenntnis daraus war, dass es eine Schwelle gibt, wo Körper und Geist nicht mehr mitmachen. Bewusstseinsveränderungen waren die Folge.

Migg Scherrer ist von klein auf ein Tüftler

Es hat sich auch schon als Extremtriathlet versucht, reiste mehrere Jahre rund um die Welt und setzt sich im privaten wie im sportlichen Bereich immer wieder höhere Ziele. Dass er von manchen Leuten als Spinner angesehen wird, lässt ihn kalt. Wenn jemand eine solche Meinung hat, soll er sie haben, sagt er gegenüber dem Regionaljournal Ostschweiz.

Ein Traum

Ein Traum für ihn ist, einmal am «Race across America» teilzunehmen. Ein solches Rennen ist dann nochmals zwei Nummern grösser als jenes in Österreich. Es ist mit 5‘000 Kilometern und 50‘000 Metern Höhendifferenz das härteste Rennen der Welt. Es bedingt vor allem auch einen enormen finanziellen Aufwand, den Migg Scherrer zurzeit nicht stemmen kann. Wer weiss, vielleicht ist er doch irgendwann mit seinem Velo zwischen Los Angeles und New York anzutreffen – dann hoffentlich ohne Halluzinationen.