Ein Zugbillet für drei Länder

Der Tarifverbund Ostwind baut sein Angebot aus. Pendler zwischen der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein oder Vorarlberg können künftig das Billett am Automaten in der Ostschweiz lösen. Dies soll den öffentlichen Verkehr stärken.

Karlheinz Rüdisser, Marlies Amann-Marxer und Benedikt Würth stellen den neuen Ostwind-Verbund vor. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Karlheinz Rüdisser, Marlies Amann-Marxer und Benedikt Würth stellen den neuen Ostwind-Verbund vor. SRF

Die Fahrpläne werden in den Grenzregionen schon länger aufeinander abgestimmt. Anders die Billette und ihre Preise. So war es in der Schweiz bisher nicht möglich, ein Billett für eine grenzüberschreitende Strecke zu lösen. Das wollen die Bahnbetriebe ändern. Sie führen per Ende 2013 neue Billettangebote ein.

«  Die Leute ändern ihr Mobilitätsverhalten, wenn das Angebot stimmt.  »

Benedikt Würth
Regierungsrat Kanton St. Gallen

Für den Kunden sei das neue Angebot eine deutliche Vereinfachung, ist der St.Galler Volkswirtschaftsdirektor Benedikt Würth überzeugt. «Der Kunde kann künftig ein Billett vom einen Ort zum anderen ohne Komplikationen lösen.»

Billette für rund 60'000 neue Strecken können die Bahnkunden neu an den Ostwind-Automaten lösen.

Vom neuen Angebot erhoffen sich die Grenzregionen, dass Pendler vermehrt vom Auto auf den öffentlichen Verkehr umsteigen. «Der öffentliche Verkehr muss in den nächsten Jahren attraktiver werden», so die Liechtensteiner Regierungsrätin Marlies Amann-Marxer gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF.