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Mordprozess Amriswil «Eine eigentliche Hinrichtung»

Das Bezirksgericht Arbon hat einen 62-Jährigen Mann wegen Mordes zu einer Freiheitsstrafe von 12,5 Jahren verurteilt. Zudem ordnete es eine stationäre Massnahme an. Im langjährigen Nachbarschaftsstreit soll der Täter sein Opfer auf offener Strasse tödlich angeschossen haben.

Der Beschuldigte hat gestanden, dass er Ende Oktober 2013 in Amriswil auf offener Strasse einen 53-jährigen Nachbarn mehrfach angeschossen und tödlich verletzt habe. Der Tat war ein jahrelanger Nachbarschaftsstreit wegen möglicher Lärmbelästigung voraus gegangen. Das Opfer wohnte im gleichen Haus direkt über dem späteren Täter.

Bei der Urteilseröffnung am Dienstagabend am Bezirksgericht Arbon sprach die Richterin von einer sinnlosen, grausamen Tat. Es sei «eine eigentliche Hinrichtung» gewesen.

Mit seinem Urteil folgte das Gericht vollumfänglich den Anträgen der Staatsanwaltschaft. Der Verteidiger hatte auf Totschlag plädiert und nur viereinhalb Jahre Haftstrafe gefordert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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