FC St.Gallen «Einen Dölf Früh 2.0 wird es nicht geben»

Aus gesundheitlichen Gründen wird der Verwaltungsratspräsident des FC St. Gallen, Dölf Früh, sein Amt niederlegen. Medienchef Daniel Last nimmt Stellung.

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Bildlegende: Präsident Dölf Früh bewahrte den FC St.Gallen zusammen mit anderen Investoren den Club vor dem Konkurs. Keystone

SRF News: Daniel Last, war man von der Krankheit von Dölf Früh innerhalb des Clubs überrascht?

Daniel Last: Natürlich kam es auch für uns überraschend. Jetzt müssen wir die Situation so annehmen. Das Wichtigste ist, dass es Dölf Früh so schnell wie möglich wieder besser geht.

Nun gibt es bereits im Mai eine ausserordentliche Generalversammlung, was passiert bis dahin?

Es wird nicht viel passieren. Erst dann geben wir weitere Details bekannt.

Das heisst, bis dann übernimmt der Vize-Präsident Michael Hüppi?

Nein, Dölf Früh tritt erst an der GV zurück. Ein mögliches Szenario ist dann, dass Michael Hüppi als Vize-Präsident das Amt ad interim übernehmen wird.

Geht man auf aktive Präsidentensuche?

Ja, natürlich. Es ist unsere Pflicht als Club, die Nachfolge zu regeln. Wir können schlecht die Hände in den Schoss legen und warten, bis jemand auf uns zu kommt.

Was für ein Profil sucht man?

Das kann man so nicht sagen. Einen Dölf Früh 2.0 wird es nicht geben. Es muss einfach jemand sein, der in das Gesamtkonstrukt des FC St. Gallen passt.

Möchte man jemanden mit Geld im Sack?

Nein, Geld spielt keine Rolle. Dölf Früh wird weiterhin Mehrheitsaktionär bleiben.

Das Interview führte Pius Kessler.