Eltern müssen für Deutschunterricht in die Tasche greifen

Ausländische Eltern, deren Kinder nicht über genügend Deutschkenntnise verfügen, müssen sich finanziell am Sprachunterricht beteiligen. Der Kanton stärkt den Schulgemeinden diesbezüglich den Rücken.

Schüler vor Alphabet. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wer das ABC zu wenig kennt, braucht Fördermassnahmen - doch die sollen im Thurgau nicht kostenlos sein. Keystone

Die Massnahme betrifft alle ausländischen Eltern, deren Kinder in der Schweiz geboren sind - aber aus Sicht der Schulbehörde nicht genug gut Deutsch sprechen. Diese Eltern will die Schulgemeinde Sirnach künftig zur Kasse bitten: Sie werden sich finanziell an den Deutschlektionen beteiligen müssen.

Eine Massnahme, die Felix Züst unterstützt: Er ist Präsident der Thurgauer Schulgemeinde und begrüsst es, wenn die Schulgemeinden gewisse Eltern in die Pflicht nehmen. «Wir wollen nur das Beste für das Kind», sagt Züst.

Regierungsrätin Monika Knill hat Verständnis für die Massnahme. Im Moment wird das Thurgauer Volksschulgesetz überarbeitet. Die Regierung will unter anderem, dass eine solche Kostenbeteiligung für Stützunterricht im Gesetz verankert wird.