Fässler und Spuhler werden der Ostschweiz fehlen

In den letzten zwei Jahren haben langjährige National- und Ständeräte aus der Ostschweiz die politische Bühne verlassen. Mit den jüngsten Rücktritten von Hildegard Fässler und Peter Spuhler wird das Netzwerk der Ostschweiz in Bern kleiner. Das könnte Folgen haben.

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Bildlegende: Der Einfluss der langjährigen Parlamentarier in Bern könnte der Ostschweiz fehlen. Keystone

«Das Netzwerk hat einen grossen Einfluss», sagt zum Beispiel die St. Galler CVP-Nationalrätin Lucrezia Meier-Schatz. Es sei offensichtlich, dass neue Nationalrätinnen und Nationalräte einige Zeit bräuchten, um ihre Anliegen durchzusetzen. So wird die Ostschweizer Lobby mit den Rücktritten kleiner, wenn es beispielsweise um Bahnprojekte oder die Fluglärm-Problematik geht.

Neben dem Netzwerk sei auch die Fachkompetenz entscheidend um Einfluss zu nehmen, sagt die Thurgauer SP-Nationalrätin Edith Graf-Litscher. Diese hätten sich Hildegard Fässler (SP/SG) und Peter Spuhler (SVP/TG) über Jahre angeeignet. Die beiden sind in der kommenden März-Session zum ersten Mal nicht mehr im Nationalrat.

Dennoch freuen sich altgediente Nationalräte auf die «Neuen». Diese brächten  einen frischen Wind in den Ratsbetrieb. «Wichtig ist, dass sie sich Mühe geben und auch taktisch überlegen», sagt dazu der Thurgauer SVP-Nationalrat Hansjörg Walter. So könne die Ostschweiz auch weiterhin eine wichtige Rolle in Bundesbern spielen.