Fall Hildebrand beschäftigt Bezirksgericht

Der Fall hat grosse Wellen geworfen und am Ende den höchsten Bänker der Schweiz den Job gekostet. Die Rede ist von der sogenannten Affäre Hildebrand. Über vier Jahre danach stehen die beiden Personen vor dem Zürcher Bezirksgericht, die den ganzen Fall ins Rollen gebracht haben.

Mann Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Affäre hat ihn seinen Job gekostet: Philipp Hildebrand. Keystone

Angeklagt ist ein IT-Mitarbeiter, der die Bankdaten des damaligen Nationalbankpräsidenten Philipp Hildebrand kopiert haben soll. Vor den Gerichtsschranken steht auch der Thurgauer Anwalt und SVP-Politiker Hermann Lei, der seinem ehemaligen Schulfreund den Kontakt zu verschiedenen Politikern vermittelt haben soll - unter anderem zum damaligen SVP-Nationalrat Christoph Blocher.

Die Staatsanwaltschaft verlangt für den IT-Mitarbeiter eine Verurteilung wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das Bankengesetz. Sie fordert eine bedingte Freiheitsstrafe von zwölf Monaten. Lei soll gemäss Anklageschrift wegen vorsätzlicher Gehilfenschaft zur Verletzung des Bankgeheimnisses verurteilt werden. Der Staatsanwalt beantragt eine bedingte Geldstrafe von 150 Tagessätzen à 110 Franken.

In beiden Fällen soll die Probezeit auf das gesetzlich vorgesehene Minimum von zwei Jahren festgelegt werden. Die Anträge der Verteidigung werden erst bei der Verhandlung bekannt gegeben.