Feriengäste in Innerrhoden müssen vielleicht bald mehr bezahlen

Wer in einem Hotel im Kanton Appenzell Innerrhoden übernachtet, zahlt im Moment pro Nacht 1,80 Franken als Beitrag an den «Fonds für die Tourismusförderung». Dieser Betrag sei im schweizweiten Vergleich unterdurchschnittlich, schreibt die Regierung. Sie schlägt vor, ihn auf 2,70 Franken zu erhöhen.

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Bildlegende: Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre sollen keine Beiträge mehr zahlen müssen. Appenzellerland Tourismus

Das Geld aus dem Fonds für die Tourismusförderung kommt hauptsächlich dem Verein Appenzellerland Tourismus AI zu. Dieser betreibt Marketing für den Kanton und werde in Zukunft mehr Mittel brauchen, wie die Regierung in ihrer Botschaft an das Kantonsparlament schreibt.

Der Grosse Rat wird über diese Revision der Tourismusförderung entscheiden.

Auch Einheimische müssen für Ferienhaus zahlen

Eine weitere Änderung, welche die Regierung vorsieht, betrifft die Pauschalen, welche für Ferienhäuser und -wohnungen sowie für Alphütten oder abgestellte Wohnwagen gelten. Diese mussten bisher nur Personen bezahlen, die keinen Wohnsitz im Kanton haben.

Die Regierung möchte dies ändern. Ihr Vorschlag sieht vor, dass auch Einheimische diese Pauschalen bezahlen. Dies sei nötig, weil ein Urteil des Bundesgerichts vorliege. Dieses behandelte einen ähnlichen Fall im Kanton Obwalden. In Appenzell Innerrhoden sei die Situation jedoch praktisch gleich.

Die Pauschalen betragen 160 Franken für Ferienhäuser und -wohnungen mit bis zu fünf Betten, 90 Franken für Ferien-, Senn- oder Alphütten und 120 Franken für abgestellte Wohnwagen oder Zelte.