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Quinten versucht mit Geld Familien ins Dorf zu holen
Aus Schweiz aktuell vom 05.02.2020.
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Finanzieller Anreiz Quinten sucht Überlebensstrategie

Wer nach Quinten am Walensee will, macht dies entweder mit dem Schiff oder über einen Wanderweg. Rund zweieinhalb Stunden dauert der Fussmarsch nach Weesen oder Walenstadt. 39 Personen wohnen derzeit noch in Quinten, Tendenz sinkend.

Die Stiftung «Quinten lebt» will deshalb Familien finanziell unterstützen, die nach Quinten ziehen. 200 Franken pro Monat und Kind, maximal 20'000 Franken will die Stiftung pro Familie zahlen.

Wir denken generationenübergreifend. Da wir hier nicht nur Ferienwohnungen wollen, brauchte es die Initiative der Stiftung.
Autor: Joel SchmidPräsident Stiftung «Quinten lebt»

Die Stiftung baut deshalb ein Haus mit zwei Wohnungen um, in die die Familien einziehen sollen. Auch ein Bistro und ein Bed & Breakfast sollen entstehen.

Derzeit nur eine Familie in Quinten

Susanne Hardegger ist bereits in Quinten aufgewachsen, ist Pöstlerin im Dorf, Messmerin und betreibt mit ihrem Mann einen kleinen Hof. Ihre Kinder sind die einzigen Schulkinder im Dorf und gehen täglich mit dem Kursschiff über den See zur Schule.

Auch ihr sei die finanzielle Unterstützung durch die Stiftung angeboten worden. Sie habe diese aber abgelehnt, sagt Hardegger. Ein Bergdorf sei auch abgelegen und die Bewohner hätten schwierige Bedingungen. Sie lebe seit Kindheit mit dem See und wolle keine finanziellen Vorteile. Für sie sei es normal, die Einkäufe vom Auto auf das Schiff zu verladen und damit über den See zu fahren.

Geld allein reicht nicht

Heike Mayer, Professorin für Wirtschaftsgeographie an der Universität Bern, findet die Idee der finanziellen Unterstützung zumindest prüfenswert. Ob die finanzielle Unterstützung nachhaltig sei, hänge auch davon ab, ob die Familien eine wirtschaftliche Grundlage haben und in der Nähe arbeiten könnten.

Die Stiftung sagt, man habe mehrere Interessenten für die Wohnungen. Mietverträge seien allerdings noch keine unterschrieben.

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