Fischereiverein Werdenberg kämpft für den Erhalt der Äschen

Der Klimawandel macht dem Äschenbestand in der Schweiz besonders zu schaffen. Aufgewärmte Seen und Flüsse setzen den empfindlichen Fischen zu. Um die Äschen vor dem Aussterben zu retten, betreibt der Fischereiverein Werdenberg eine einzigartige Fischzucht.

Im Jahrhundertsommer 2003 wurde ein grosser Teil des Äschenbestandes in der Schweiz weggerafft. Die Fischart reagiert empfindlich auf hohe Wassertemperaturen. Die Hitze diesen Sommer hat ihr erneut zugesetzt. Wie gross die Verluste sind, ist aber noch nicht klar.

Gegen das Aussterben der Äschen kämpft der Fischereiverein Werdenberg mit seiner Fischzucht. Zuchtleiter Marcel Göldi reiste durch halb Europa, um sich mehr Wissen über die Äschen anzueignen. Zusammen mit seinen Kollegen entwickelte er die Äschenzucht in Sevelen. Göldi arbeitet mit einer einzigartigen Methode.

Weniger Stress für Äschen

Üblicherweise wird der Laich bei wilden Äschen entnommen. Göldi hält sogenannte Muttertiere mehrere Jahre in der Zucht. So kann er sie besser beobachten und bei der Laichentnahme entsteht weniger Stress für die Fische.

Die Jungäschen werden jeweils im Herbst ausgesetzt, wenn sie eine gewisse Grösse erreicht haben. Im Gegensatz zum Besatz mit ganz jungen Fischen, hätten seine Äschen eine grössere Überlebenschance.

Die Art könne - insbesondere in solch heissen Sommern - nur dank Besatz überleben, sagt Göldi. Der Fischereiverein Werdenberg mache keinen Gewinn mit der Zuchtanlage. «Das ist einfach Idealismus.»